Theologie von Benedikt XVI. in Rom studieren

Schülerkreis bietet Studienjahr

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ROM, 1. September 2011 (ZENIT.org). – Ab September 2012 wird das „Centro J. Ratzinger“ in Rom ein einjähriges Studienjahr für Studenten aller Fachrichtungen anbieten, die Theologie und Spiritualität von Benedikt XVI. kennenlernen wollen.

Laut der Informationen des Zentrums will es Studierenden der Theologie helfen, tiefer in sein theologisches Werk einzudringen. Der Sprecher des Schülerkreises von Papst Benedikt und der Joseph Ratzinger Papst-Benedikt-XVI.-Stiftung, Pater Stephan Horn SDS, emerierter Professor für Fundamentaltheologie (Passau), trägt Sorge für das Zentrum. Dozent ist Dr. Bruno Gautier, Priester der Diözese Pamiers in Frankreich.

Das Zentrum liegt in der Via Nomentana, in der Nähe der Kirche Sant'Agnese.

In der Ankündigung heißt es:

„Unsere Stiftung bietet für 2012/2013 erstmals ein Theologisches Studienjahr für Studierende unterschiedlicher Fakultäten in Rom an. Es eröffnet jungen Menschen, Frauen und Männern von 18 bis 35 Jahren, die Möglichkeit:
– den Glauben der Kirche durch eine Einführung in die Theologie tiefer zu erfassen
– eine spirituelle und liturgische Formung zu erhalten und sich zu eigen zu machen
– ihren Glauben im beruflichen und kulturellen Leben fruchtbar zu machen.

Das Projekt des Centro J. Ratzinger wurde von Papst Benedikt persönlich gutgeheißen. Die Einführung in die Theologie geschieht in seinem Geist, den er so beschrieben hat: „So müsste Theologie sein. Glaubensgewissheit, Glaubensfreude und missionarische Gesinnung stärken: aufgebaut auf der Basis des Glaubensbekenntnisses und des Katechismus der katholischen Kirche, auf der Suche nach der Einheit von Theologie und Spiritualität".

Dem Lehrprogramm werden vor allem Werke von Joseph Ratzinger – Papst Benedikt wie „Einführung in das Christentum" und „Jesus von Nazareth" zugrundegelegt werden. Sie sollen besonders in Lektüre-Seminaren erschlossen werden. Andererseits bekommt die Unterweisung in Blöcken, sowie eine Unterweisung, an denen mehrere Dozenten mitwirken, ein besonderes Gewicht. Diese Konzeption bejaht Papst Benedikt in besonderer Weise: „Auch dass Sie Theologie im Miteinander von Lehrenden und in Blöcken erschließen wollen, halte ich für richtig. Denn die Gefahr, dass die Theologie in einzelne Disziplinen ohne rechten Zusammenhang zerfällt, ist sehr groß."

Da die Theologie auch in ihrer spirituellen Dimension vermittelt werden soll, wird sie nicht nur in einem gemeinsamen Unterrichtsprogramm gelehrt, sondern auch ins Leben übersetzt werden. Dies soll in Gruppen von Studentinnen wie von Studenten in gemeinschaftlichem Leben, in Gebet und Liturgie geschehen.

Zwei Gemeinschaften von jeweils 10 bis 15 Personen werden gebildet: eine Frauen- und eine Männergemeinschaft. Gemeinsam sind aber das liturgische Gebet, das Studium und die Mahlzeiten.

Am Lehrprogramm können in begrenztem Ausmaß auch Studierende teilnehmen, die schon in einer religiösen Gemeinschaft in Rom leben.

Wir stehen in Verhandlungen mit der Gregorianischen Universität in Rom. An sie könnten wir uns anbinden. So hätten unsere Studenten Zugang zu gewissen Vorlesungen der Universität und zu ihrer Bibliothek. Wir dürften dann auch Credit points an unsere Studenten vergeben.“

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