Tiara und Schwert

Die Päpste als Kriegsherren

| 967 klicks

ILLERTISSEN, 28. September 2011 (ZENIT.org). - Was heute überraschend erscheint, war für Jahrhunderte Realität: Päpste unterhielten Truppen und befehligten Flotten. Die kaum bekannte Geschichte der Stellvertreter Christi in Kriegszeiten zeichnet der Kirchenhistoriker und Journalist Ulrich Nersinger in seinem neuen Buch nach. Er spannt einen Bogen vom Sarazenenkrieg Johannes VIII. (872–882) über die Schlacht von Lepanto (1571) und den Kampf gegen Napoleon bis hin zur Friedenspolitik Benedikts XV. im Ersten Weltkrieg und zum Einsatz der Vatikanischen Uniformträger für die Opfer von Katastrophen unserer Zeit. Auch die Frage, inwiefern sich Kriegführung mit der Botschaft Jesu Christi in Einklang bringen ließ, ist Teil dieses spannenden Kapitels der Kirchengeschichte.

Ulrich Nersinger studierte Philosophie und Theologie in Bonn, St. Augustin, Wien und Rom. Anschließend absolvierte er ein Studium am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie. Nersinger ist bei der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse als Postulator, Vizepostulator und diözesaner Untersuchungsrichter tätig. Er ist Mitglied der „Pontificia Accademia Cultorum Martyrum“ und heute vorwiegend journalistisch und schriftstellerisch tätig. Er schreibt für den Osservatore Romano, das Vatican-Magazin und für die Zeitschrift „Der Schweizergardist“.

Das Buch ist im Media Maria Verlag erhältlich; 200 Seiten, gebunden.