Tiefe Erschütterung bei Papst Franziskus über Tod von jüdischen Jugendlichen

Ein grauenvolles und unakzeptables Verbrechen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 257 klicks

Wie Vatikansprecher Federico Lombardi heute in einer Pressemitteilung verlauten ließ, sei Papst Franziskus über den Mord an den drei entführten jüdischen Jugendlichen tief erschüttert. Es sei ein „grauenvolles und unakzeptables Verbrechen“, das „ein schweres Hindernis auf dem Weg zum Frieden“ sei, für den „wir uns weiterhin unermüdlich einsetzen und beten müssen“, so Lombardi. Papst Franziskus ließ mitteilen, dass er den „unsäglichen Schmerz der Familien, die von dieser mörderischen Gewalt betroffen“ seien teile, ebenso wie den Schmerz all jener Menschen, die an den Folgen des Hasses leiden. Lombardi sagte, Papst Franziskus bitte Gott, allen Menschen Gedanken des „Mitleids und des Friedens zu geben“.

Nach dem Fund der drei Leichen im Westjordanland am gestrigen Nachmittag hat Israel der Hamas, die jedoch jede Verwicklung in die Tat bestreitet, eine harte Reaktion angedroht. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren waren offenbar schon kurz nach ihrer Entführung vor zweieinhalb Wochen erschossen worden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte zu Beginn einer Dringlichkeitssitzung seines Sicherheitskabinetts, die Hamas sei verantwortlich und sie werde bezahlen. Die israelische Luftwaffe hat laut Armeeangaben nach dem Beschuss mit palästinensischen Raketen in der Nacht zum Dienstag bereits Angriffe gegen Ziele im Gazastreifen geflogen.