Togo: "Hoffnung trotz sozialer Unruhe"

Gemeinsamer Hirtenbrief der Bischöfe zum Adventszeit

Rom, (Fides) | 279 klicks

„Kann man von Hoffnung sprechen, während sich die Menschen so viele Fragen stellen und die sozialen und politischen Signale eher beunruhigend sind?“ fragen sich die Bischöfe von Togo in ihrem gemeinsamen Hirtenbrief zur Adventszeit.

In ihrem Schreiben erinnern die Bischöfe auch an die Zeichen der Hoffnung, darunter die Wahl im Juli 2013, die „friedlich und harmonisch“ verlief. Doch sie erinnern auch an „die Herausforderungen, mit denen wir uns noch konfrontiert sehen: Wann werden Wahlen auf lokaler Ebene stattfinden? Wann wird es institutionelle und lokale Reformen geben? Wann werden wir die die Wahrheit über die Brände auf den Märkten in Kara und Lomé erfahren?“

Die Brände, die durch Brandstiftung verursacht wurden, werden von den Bischöfen als „barbarische Tat“ bezeichnet: „Sie haben nicht nur unserer Wirtschaft einen fatalen Schaden zugefügt, habe sie haben auch ein Klima des Misstrauens unter den Bürgern entstehen lassen.“ Aus diesem Grund fordern die Bischöfe der Justiz „rasche Ermittlungen und die Identifizierung der Verantwortlichen sowie die Aufklärung der Bevölkerung.“

In der Nacht vom 10 auf den 11. Januar 2013 verwüstete ein Brand den Markt in Kara, während in der Nacht darauf auch der Markt in der Hauptstadt Lomé in Brand gesteckt wurde. Mitglieder des Oppositionsbündnisses CST (Collectif Sauvons le Togo) wurden im Zusammenhang mit den Bränden verhaftet und später wieder freigelassen (vgl. Fidesdienst 10/7/2013). Vertreter der CST beschuldigen unterdessen hochranige Mitglieder der Regierung, die für die Brände verantwortlich sein sollen. (L.M.)

(Quelle: Agenzia Fides 4/12/2013)