Tommaso da Cori (1655-1729)

Eremit und Seelsorger

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 926 klicks

Der heilige Tommaso da Cori wurde am 4. Juni 1655 mit dem bürgerlichen Namen Francesco Placidi in Cori (Latium) geboren. Da seine Eltern verstarben, als er erst 14 Jahr alt war, kümmerte er sich um seine beiden Schwestern und sorgte als Schafhirte für den Lebensunterhalt der Familie. Nach der Heirat seiner Schwestern trat der Heilige dem Franziskanerorden bei und trug fortan den Namen Tommaso da Cori.

„Im Kloster bewies er seinen Geist der Liebe, indem er sich zu allem, was erforderlich war, auch zum geringsten Dienst, bereit zeigte“, mit diesen Worten beschrieb der selige Johannes Paul II. den Heiligen in der Heiligsprechung am 21. November 1999.

Nach dem Noviziat in Orvieto (Umbrien) und dem Abschluß des Theologiestudiums wurde Tommaso 1683 zum Priester geweiht und war als stellvertretender Novizenmeister im Konvent von Orvieto tätig.

Tommaso, den der selige Johannes Paul II. als „ein lebendiges Bild des Guten Hirten“ bezeichnete, wählte das Eremitendasein. Im Kloster von Civitella lebte er als Einsiedler. Er arbeitete vor allem als Seelsorger und vermittelte den Menschen das Evangelium.

Tommaso verbrachte sein Leben in Armut, Bescheidenheit, Demut und in „Hingabe an Gott und an den Nächsten“. Der selige Johannes Paul II. führte in seiner Predigt weiter aus: „Jeder Christ hat Anteil am Königtum Christi. In der Taufe empfängt er mit der Gnade den inneren Antrieb, aus seinem Leben in Freiheit und Großmut ein Geschenk an Gott und die Brüder und Schwestern zu machen. Dafür sind die Heiligen als Vorbilder für die von der Liebe Gottes erneuerte Menschheit ein vielsagendes Zeugnis.“

Am 11. Januar 1729 starb Tommaso da Cori in Civitella. Seine Heiligsprechung erfolgte am 21. November 1999 durch den seligen Johannes Paul II. .