Tony Blair ist katholisch

Hirten freuen sich über geistlichen Weg des Politikers

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LONDON/ROM, 24. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Die Entscheidung des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair, in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche einzutreten, ist vom Heiligen Stuhl „mit Respekt“ aufgenommen worden, erklärte der Pressesprecher des Vatikans. Die private Zeremonie der Aufnahme des Anglikaners in die katholische Kirche ereignete sich nach Angaben der Erzdiözese Westminster am vergangenen Freitag.



Kardinal Cormac Murphy-O'Connor, Erzbischof von Westminster, erklärte: „Ich bin sehr froh darüber, Tony Blair in der katholischen Kirche zu begrüßen. Seit langer Zeit schon hat er mit seiner Familie regelmäßig an der Messe teilgenommen, und in den letzten Monaten hat er einen Ausbildungskurs zur Vorbereitung seiner Aufnahme in die volle Gemeinschaft absolviert. In diesem glücklichen Augenblick ihres gemeinsamen Glaubensweges sind meine Gebete mit ihm, seiner Frau und seiner Familie.“

„Dies ist eine gute Nachricht, die wir mit Respekt aufnehmen“, erklärte P. Federico Lombardi SJ, Leiter des Pressebüros des Heiligen Stuhls. „Katholiken sind immer froh, jene in ihrer Gemeinschaft willkommen zu heißen, die sich in einem ernsthaften und wohl überlegten Prozess für  den Übertritt zum katholischen Glauben entschieden haben.“

Der anglikanische Oberhirte, Erzbischof Rowan Williams, zu dessen Diözese Blair gehörte hatte, wünschte diesem aus Anlass seines Übertritts alles Gute auf seinem geistlichen Weg.

Rund 72 Prozent der Briten sind Christen. Der offiziellen anglikanischen Staatsreligion, der „Church of England“, gehören 25 Millionen Menschen an. Katholisch sind rund 4,2 Millionen Briten.

Die Ehefrau von Tony Blair, Cherie, war bereits katholisch, und die Kinder des Ehepaars sind bereits seit längerem katholisch getauft.

Von Jesus Colina