Traditionelles Gedenken der Protomärtyrer im Vatikan

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ROM, 6. Juli 2007 (ZENIT.org).- Auch dieses Jahr organisierte die Päpstliche Akademie „Cultorum Martyrum“ am 30. Juni im Vatikan das Gedenken der heiligen Protomärtyrer der römischen Kirche. Zu diesem Anlass fand eine Eucharistiefeier statt, der eine eucharistische Prozession folgte.



Die traditionelle Feier fand auf dem „Platz der Römischen Protomärtyrer“ in der Vatikanstadt statt, der den geschichtlichen Quellen gemäß von Kaiser Caligula als Zirkus angelegt worden war und später den Namen „Circus des Nero“ annahm. An jenem Ort ereignete sich vor dem Jahr 68 das Martyrium des heiligen Apostels Petrus, der daraufhin in einem einfachen Erdgrab direkt neben dem Circus des Nero bestattet wurde. An dieser Stelle ließ im 4. Jahrhundert Kaiser Konstantin die erste Basilika über den Resten der alten Verehrungsstätte des Apostelfürsten errichten. Das Grab des heiligen Petrus befindet sich direkt unter dem Hauptaltar der Vatikanischen Basilika und ist vermutlich Teil der antiken Nekropole auf dem Vatikanischen Hügel neben dem Circus des Nero.

Das „Collegium Cultorum Martyrum“ wurde am 2. Februar 1879 mit dem Zweck gegründet, den Kult der heiligen Märtyrer zu fördern und zu mehren und die genaue Geschichte der Glaubenszeugen und der mit ihnen verbundenen Monumente zu vertiefen.

Bereits im Jahr 1904 begann das „Collegium Cultorum Martyrum“, das von Papst Johannes Paul II. zur Päpstlichen Akademie erhoben wurde, die römischen Protomärtyrer zu verehren, die Kaiser Nero wahrscheinlich unter dem Vorwand des Brandes Roms verfolgen lassen hatte.

Zum Gedenken dieser Verfolgung erinnert ein Stein daran, dass „diesen Boden, vormals Villa und Circus des Nero, heute Leuchtturm des Lichts in der Welt, mit dem führenden Blut des Apostels Petrus die ersten römischen Märtyrer eroberten, die in großer Zahl hier heraufgestiegen sind, um Christus die Palmen des neuen Triumphes darzubieten“.

Die Gedenkfeier begann mit einer eucharistischen Konzelebration, der Erzbischof Angelo Comastri, Vikar Seiner Heiligkeit für die Vatikanstadt, vorstand. Im Anschluss an die Heilige Messe begann der Erzbischof mit Unterstützung von Msgr. Pasquale Iacobone, Sacerdos der Päpstlichen Akademie, die eucharistische Prozession, die mit dem Segen ihren Abschluss fand.