Transparenzwettbewerb: Misereor erhält 3. Preis

Sicherung der Qualität der Arbeit hohe Priorität

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ROM, 28. November 2012 (ZENIT.org). - Beim Transparenzwettbewerb der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), an dem sich insgesamt 55 deutsche Spendenorganisationen beteiligten, hat das kirchliche Hilfswerk Misereor den dritten Platz erreicht.

Die Hilfsorganisation „Plan International Deutschland“ wurde erster Gewinner des Transparenzpreis. Der zweite Platz wurde doppelt vergeben - an das „Deutsche Komitee für UNICEF“ sowie an „CARE Deutschland-Luxemburg“.

Mit dem Preis werden seit 2005 gemeinnützige Organisationen ausgezeichnet, die vorbildlich über ihre Ziele, ihre Tätigkeit und die Verwendung ihrer Mittel informieren.

Der Geschäftsführer von Misereor, Martin Bröckelmann-Simon, betonte im Zusammenhang mit der Preisvergabe, für Misereor sei nicht nur transparente Berichterstattung von großer Wichtigkeit, sondern vor allem auch die Sicherung und Fortentwicklung der Qualität der Arbeit. Seit 2006 veröffentlicht das Hilfswerk nach eigenen Angaben einen jährlichen Rechenschaftsbericht über die Struktur der Einnahmen und Ausgaben. Der nunmehr siebte Jahresbericht bietet einen Überblick über die Evaluierungsergebnisse des Jahres 2011.

Im Jahr 2011 hatte Misereor nach eigenen Angaben insgesamt 181 Millionen Euro eingenommen. Neben 62,9 Millionen Euro aus Kollekten und Spenden wurden 107,4 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie 8,3 Millionen Euro aus kirchlichen Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt. Zu den Einnahmen zählen auch  Zinsen und sonstige Erträge. Insgesamt bewilligte das Hilfswerk in Gemeinschaft mit der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE)  im vergangenen Jahr 169,9 Millionen Euro für 1585 Projekte.

Der Hamburger Erzbischof Werner Thissen leitet seit dem Jahr 2000 die für Misereor zuständige Kommission für Entwicklungsfragen der deutschen Bischofskonferenz. Als Vorsitzender des höchsten Leitungsgremiums des bischöflichen Hilfswerks ist er als „Misereor-Bischof“ die Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien und die damit verbundenen Geldmittel. Das sind pro Jahr rund 150 Millionen Euro; zurzeit fördert Misereor damit rund 5000 Projekte.

Förderschwerpunkte sind neben den klassischen Entwicklungsprojekten in den Bereichen ländliche Entwicklung, Gesundheit und Bildung in zunehmender Weise die Förderung von Demokratie, Partizipation und Mikrofinanzen, die Einhaltung der Menschenrechte sowie Korruptionsbekämpfung. [jb]