Trauer um Weihbischof Rudolf Schmid

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ROM, 26. Juni 2012 (ZENIT.org). - Bischof Rudolf Schmid, Weihbischof von Augsburg, ist am Morgen des 24. Juni, zwei Tage vor seinem 98. Geburtstag (26. Juni 1914), verstorben. Am 25. März hatte er den 40. Jahrestag seiner Bischofsweihe gefeiert.

Schmid wurde 1914 als Sohn eines Augsburger Handwerkers in der Schweiz geboren und kehrte mit seiner Familie 1915 nach Augsburg zurück. Er wurde während seines Studiums im Jahr 1933 Mitglied des Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereins „Unitas Markomannia“, der später von Heinrich Himmler als „staatsfeindliche Organisation“ zwangsaufgelöst wurde.

Im Jahr 1938 empfimg er die Priesterweihe. In den Jahren zwischen 1939 und 1945 wurde er in die Armee zwangseinberufen und geriet in US-Kriegsgefangenschaft.

Nach seiner Entlassung 1945 arbeitete er in Augsburg und Dillingen als Seelsorger. Er wurde 1969 Domkapitular in Augsburg. Am 3. Januar 1972 wurde er von Papst Paul VI. zum Titularbischof von „Dionysiana“ und zum Weihbischof im Bistum Augsburg ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm der Augsburger Bischof Josef Stimpfle am 25. März 1972. Als bischöflichen Wahlspruch wählte er: „Benedictus deus“ („Gott sei gepriesen“).

Seit den 60iger Jahren arbeitete er bei der Caritas Deutschland, bis 1990 seinem altersbedingten Rücktrittsgesuch durch Johannes Paul II. stattgegeben wurde. Mehr als 60 Jahre lang stand ihm seine Schwester Klothilde als Haushälterin zur Seite, die drei Monate vor ihm verstarb.

Die Exequien werden am kommenden Samstag, dem 30. Juni, im Dom von Augsburg gefeiert. [jb]