Treffen der Bischöfe der katholischen Kirchen des orientalischen Ritus in Europa

400 Jahre Einheit der griechisch-katholischen Kirche mit Rom

| 1126 klicks

ROM, 22. November 2012 (ZENIT.org/CCEE). ‑ Das jährliche Treffen der orientalisch-katholischen Bischöfe wird dieses Jahr anlässlich des 400-Jahr-Jubiläums der Einheit der griechisch-katholischen Kirche mit Rom in Kroatien stattfinden. Bischöfe aus 14 orientalischen Riten werden sich in Zagreb treffen, um die folgenden Themen zu diskutieren: das Zweite Vatikanische Konzil und die katholischen Ostkirchen; der Katechismus der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine; der Kodex des Kanonischen Rechtes für die Ostkirchen und die Feiern zum Jahr des Glaubens in den katholischen Ostkirchen.

Am Samstag, dem 24. November, werden die Teilnehmer den Präsidenten Kroatiens, Josip Josipović, treffen. Danach werden sie an einer Wallfahrt zum Nationalheiligtum der „Mutter Gottes von Marija Bistrica“ teilnehmen. Das Treffen wird am 25. November mit einer feierlichen Messe im Ostritus in der griechisch-katholischen Katedrale der Dreifaltigkeit in Krievci seinen Abschluss finden. Die Messe wird vom Staatsfernsehen Kroatiens übertragen.

Das erste Treffen fand 1997 in der Diözese von Hajdúdorog (Ungarn) statt und wurde durch Kardinal Achille Silvestrini, damaliger Präfekt der Kongregation der Orientalischen Kirchen, gefördert. Dieser beabsichtigte, ein Forum zu schaffen, bei dem die Bischöfe jener Kirchen, die von einem atheistischen Regime heimgesucht worden waren, „mit wachsender Klarheit ihre Rolle im heutigen Europa erfassen und für ihre so teuer bezahlte Treue der Kirche und dem Papst gegenüber geliebt und geschätzt werden“ (Einleitung von Kardinal Achille Silvestrini in den Unterlagen zum ersten Treffen).

Innerhalb der katholischen Kirche gibt es gewisse „Teilkirchen“, auch Kirchen „sui iuris“ oder „Riten“ genannt, die in voller Gemeinschaft mit der Mutterkirche in Rom stehen, sich jedoch aufgrund unterschiedlicher Formen des liturgischen Gottesdienstes und der Volksfrömmigkeit, sakramentaler (Verwaltung der Sakramente) und kirchenrechtlicher Ordnung (rechtliche Bestimmungen), der Terminologie und der theologischen Tradition von der römisch-katholischen Kirche unterscheiden. Derzeit gibt es weltweit 24 Kirchen sui iuris mit unterschiedlichen liturgischen Riten, die in voller Gemeinschaft mit Rom stehen – fünfzehn davon sind byzantinischen Ritus (vierzehn befinden sich in Europa, und an sie richtet sich dieses Treffen).

Liste der eingeladenen Kirchen sui iuris des byzantinischen Ritus:

- Italo-albanische katholische Kirche (Diözese Lungro und Piana degli Albanesi, in Italien)
- Albanische griechisch-katholische Kirche (Albanien)
- Erzdiözese der Maroniten auf Zypern (Zypern)
- Weißrussische griechisch-katholische Kirche (Weißrussland)
- Katholische Kirche des byzantinisch-slawischen Ritus Bulgariens (Bulgarien)
- Kroatische griechisch-katholische Kirche (Diözese Krievci, Kroatien)
- Griechisch-Katholische Kirche des byzantinischen Ritus (Griechenland und Türkei)
- Griechisch-Katholische Kirche Serbiens und Montenegro (Serbien und Montenegro)
- Mazedonische griechisch-katholische Kirche (Mazedonien)
- Rumänische griechisch-katholische Kirche (Rumänien)
- Ruthenische griechisch-katholische Kirche (Eparchie Mukačevo, Ukraine)
- Russische griechisch-katholische Kirche (Russland)
- Slowakische griechisch-katholische Kirche (Slowakei)
- Ukrainische griechisch-katholische Kirche (Ukraine, Polen, Vereinigte Staaten, Kanada und ukrainische Gemeinden in der Welt)Ungarische griechisch-katholische Kirche (Ungarn)