Treffen für Gottgläubige, Agnostiker und Atheisten im November in Berlin

Das Programm des Vorhof der Völker im Vatikan vorgestellt

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 408 klicks

Der „Vorhof der Völker“ ist eine von Benedikt XVI. angestoßene Dialoginitiative der katholischen Kirche mit den Nicht-Glaubenden. Beim Weihnachtsempfang für die römische Kurie am 21.Dezember 2009 sagte Benedikt XVI.: „Zum Dialog der Religionen muss heute vor allem auch das Gespräch mit denen hinzutreten, denen die Religionen fremd sind, denen Gott unbekannt ist und die doch nicht einfach ohne Gott bleiben, ihn wenigstens als Unbekannten dennoch anrühren möchten.“ Gianfranco Kardinal Ravasi, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur, hat diese Idee aufgenommen und eine Reihe von Begegnungen zwischen Kirche, Atheisten und Agnostikern an verschiedenen Orten der Welt initiiert, die die Annäherung und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zum Ziel haben.

Vom 26.bis zum 28. November 2013 wird der „Vorhof der Völker“ in Berlin zu Gast sein. Anlässlich seines Besuches in Rom stellte der emeritierte Freiburger Erzbischof und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch an diesem Montag das Programm vor. In Berlin solle es bei dem Treffen für „Gottgläubige, Agnostiker und Atheisten“ um die „die Tiefe des ethischen Humanismus und um die Weite des Gottesglaubens“ gehen. Ein weiteres Thema werde die „Freiheit der Kunst“ sein; ebenso werde es um „die Anmut und Würde von Menschlichkeit und Frömmigkeit“ gehen. Jesuitenpater Hans Langedörfer, Generalsekretär der Deutschen Bischofskonferenz, erläuterte weitere Einzelheiten des Treffens, das in Zusammenarbeit mit dem Päpstlichen Kulturrat und der Erzdiözese Berlin organisiert wurde.

An dem Projekt seien die intellektuellen Kräfte in Berlin, die Guardini-Stiftung und die Katholische Akademie beteiligt. Es sei wichtig, dass es in Berlin auch eine intellektuell kirchlich geprägte Präsenz gebe, was für alle Beteiligten gut sei, inklusive derer, mit denen man ins Gespräch kommen werde. Bei den Treffen des „Vorhof der Völker“ sei auch die Symbolkraft der Veranstaltungsorte wichtig. Es handle sich um Orte, an denen sich das Thema der Freiheit auch heute thematisieren lasse. So werde die politische Freiheit beispielsweise im Roten Rathaus thematisiert. Auch werde die Universitätsklinik „Charité“, das wichtigste und bekannteste Krankenhaus der Stadt, ein Ort der Begegnung sein, da es in der deutschen Geschichte eine bedeutende Rolle gespielt habe. Hier gehe es um die Frage der Freiheit in der Biotechnik.

Erste Informationen zum Programm der Tagung und zum begleitenden Kunstprojekt im Bode-Museum finden sich auf der Seite http://www.dbk.de/vorhof-der-voelker/home/.