Treffen zwischen der Glaubenskongregation und Vertretern der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Austausch der Positionen beendet

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VATIKANSTADT, 14. September 2011 (ZENIT.org). – Zu den Forderungen, die Voraussetzung für die Aussöhnung mit der Piusbruderschaft sei, gehöre die „Akzeptanz des Textes der Doktrinalen Präambel, die bei dem Treffen am 14. September 2011 übergeben wurde. Diese Präambel formuliert einige lehramtliche Prinzipien und Interpretationskriterien der katholischen Lehre, die notwendig sind, um die Treue zum Lehramt der Kirche und das Fühlen mit der Kirche zu garantieren“. Dies ließ heute das Pressebüro des Heiligen Stuhls nach Beendigung eines Treffens zwischen Vertretern der Glaubenskongregation und der Priesterbruderschaft St. Pius X. verlautbaren. Gleichzeitig lasse die Präambel aber die theologische Erklärung einzelner Ausdrücke oder Formulierungen aus den Dokumenten des II. Vatikanischen Konzils und des nachfolgenden Lehramtes für eine „legitime Diskussion“ zu. Zwischen Oktober 2009 und April 2011 war es zu acht Treffen gekommen.

Zu dem Gespräch an der Glaubenskongregation waren neben Fellay seine zwei wichtigsten Mitarbeiter geladen, Niklaus Pfluger und Alain-Marc Nely. Von vatikanischer Seite nahmen der Präfekt und der Sekretär der Kongregation, Kardinal William Levada und Erzbischof Luis Francisco Ladaria Ferrer teil, außerdem der Sekretär der zuständigen Kommission „Ecclesia Dei“, Guido Pozzo.

Komme es zu der „möglichen und erwünschten Versöhnung“, dann könnte die Priesterbruderschaft  zur Einheit mit Rom zurückkehren, hieß es. Welche Lösung das konkret wäre, wird in der Mitteilung nicht ausgeführt. Möglich sind die rechtliche Form einer Personalprälatur nach dem Modell „Opus Dei“ oder die Errichtung eines Personalordinariats, wie der Heilige Stuhl es jüngst für anglikanische Gläubige eingerichtet hatte.

Die Antwort der Piusbruderschaft auf den vatikanischen Forderungskatalog werde in wenigen Monaten erwartet, erklärte Vatikansprecher P. Federico Lombardi SJ vor Journalisten.