Tschechien: Mögliche Rückgabe von Kircheneigentum, das unter dem Kommunismus beschlagnahmt wurde

Rückgabedekret besteht im Abgeordnetenhaus des Parlaments

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ROM, 26. Juli 2012 (Zenit.org).- Ein Rückgabedekret, die in den 40 Jahren kommunistischer Herrschaft beschlagnahmten Eigentümer der Kirche betreffend, wurde Anfang dieses Monats im Abgeordnetenhaus des tschechischen Parlaments approbiert, muss aber noch im Senat bestehen, um rechtskräftig zu werden.

Sollte das Dekret Gesetz werden, müsste etwa die Hälfte des von den kommunistischen Regierungen verstaatlichten Kircheneigentums zurückgegeben werden (im Wert von etwa 3,2 Milliarden Euro). Besitz, dessen Rückgabe faktisch nicht möglich ist, müsste durch Zahlungen kompensiert werden, die im Verlauf der kommenden 30 Jahre zu entrichten wären (geschätzte weitere 2,3 Milliarden Euro). Die Kirchen müssten allerdings den Beweis erbringen, dass sie vor dem 25. Februar 1948, Tag der kommunistischen Machtergreifung, im Besitz des jeweiligen Guts waren. Etwa 80 Prozent des beschlagnahmten Eigentums gehörte der katholischen Kirche.

Die Kirchenbesitzungen waren zwischen 1948 und 1989 beschlagnahmt worden.

[Übersetzung des englischen Originals von Alexander Wagensommer]