Tsunami: Päpstlicher Sondergesandter Erzbischof Cordes überbringt Papstbrief

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ROM, 30. Januar 2005 (ZENIT.org).- An die von der Flutkatastrophe heimgesuchten Völker Südostasiens richtet sich der Heilige Vater in einem Schreiben, die sein Sondergesandter Erzbischof Paul Cordes, Präsident des Päpstlichen Rates "Cor Unum", am vergangenen Samstag in die Krisenregion mitgenommen hat.



Die erste Station des Erzbischofs ist Indonesien, ein Land, das unter den schrecklichen Folgen des Tsunami vom 26. Dezember 2004 besonders stark leidet. Jüngsten Schätzungen zufolge ist die Umweltkatastrophe in den elf betroffenen Nationen für den Tod von 150.000 bis 178.000 Menschen verantwortlich. In der schwer verwüsteten Stadt Banda Aceh hat Cordes eine Messe für die Seelen der vielen Todesopfer gelesen. Treffen mit dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono, mit Vertretern der katholischen Hilfsorganisationen sowie mit den religiösen Führern des Landes finden statt. Von Mittwoch bis Freitag will der päpstliche Sondergesandte Sri Lanka besuchen. Neben zahlreichen Treffen wird es auch eines mit Opfern der Flutkatastrophe geben.

Im Schreiben, das Erzbischof Cordes den Notleidenden überbringt, spricht der Heilige Vater von seiner tiefen Sympathie und seiner geistigen Verbundenheit mit allen Betroffen. Er bedankt sich für die weltweite Solidarität, besonders unter Katholiken, und wünscht sich, dass sie "für jeden, der in der bevorstehenden großen Arbeit des Wiederaufbaus involviert ist, eine Quelle der Ermutigung, der Ausdauer und der Hoffnung wird". Menschen aller Religionen bittet der Heilige Vater zur Zusammenarbeit, um gemeinsam "die Notleidenden trösten zu können und ihnen beizustehen.

Möge diese Katastrophe mit der Hilfe Gottes zu einer Zukunft führen, die seitens der Einzelnen, der Völker und der Nationen geprägt ist von einer stärkeren Großzügigkeit, von größerer Kooperation und tieferer Einheit im Dienst am Gemeinwohl."