Tsunami: Vatikan berät über Hilfsmaßnahmen für betroffene Fischer

"Apostolat des Meeres" und der Päpstliche Rat für Migranten ergreifen Initiative

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ROM, 11. Januar 2005 (ZENIT.org).- Der Heilige Stuhl hat für Ende Januar in Rom eine Versammlung der Pastoral für Seeleute einberufen, um den Fischern in den südostasiatischen Ländern zu helfen. Ihre Existenz ist durch die Folgen der Flutkatastrophe vom 26. Dezember bedroht.



Die Begegnung führt die Mitglieder des Päpstlichen Rats für die Seelsorge für Migranten und Menschen unterwegs mit den für die Pastoral der Seeleute Verantwortlichen und deren regionalen Koordinatoren in den jeweiligen Nationen – Indien, Indonesien, Sri Lanka, Thailand, Malaysia und Bangladesh – zusammen.

Die Unterabteilung "Apostolat des Meeres" des genannten Dikasteriums widmet sich der Seelsorge für Fischer, Seeleute und all jene Menschen, deren zweite Heimat die See ist. Sie stehen unter dem besonderen Schutzmantel Mariens, die sie als "Meeresstern" anrufen: "Stella Maris, Meeresstern, ist der beliebteste Beiname, mit dem die Seeleute seit jeher diejenige anriefen, deren Schutz und Beistand sie vertrauen", schreibt der Heilige Vater zu Beginn des "Motu Proprio" aus dem Jahr 1997.

Erzbischof Agostino Marchetto, Sekretär des Päpstlichen Rats für Migranten, erklärte gegenüber der Agentur ”Misna”, dass "die Fischer zu jenen Personengruppe gehören, die vom zerstörerischen Seebeben am stärksten betroffen sind. Alles haben sie verloren: ihre meist am Strand gelegenen Häuser, ihre Stege und Häfen und alle Hilfsmittel, die sie für die tägliche Arbeit benötigen."

Seine vielfältigen Telefonkontakte mit Bischöfen, Missionaren und Freiwilligen haben Msgr. Marchetto davon überzeugt, dass die Fischer in den betroffenen Gebieten, besonders in Indien und Sri Lanka, ein wahres Trauma durchgemacht hätten.

Nun, "nachdem die dringendsten Nöte beseitigt sind", sei es an der Zeit, "darüber nachzudenken, wie langfristig ein Wiederaufbau stattfinden soll. Dafür müssen die Nöte jedes Landes für sich analysiert und die konkreten Bedürfnisse festgestellt werden."

Der Erzbischof ist der Ansicht, dass die Organisation für langfristige Hilfsmaßnahmen nur durch Einbindung der Verantwortlichen vor Ort möglich sei. "Was Soforthilfe anbelangt haben die Ortsbischöfe ihre pastoralen Räte einberufen, um erste Hilfsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Die Solidarität vor Ort spielt in jedem Fall eine äußerst wichtige Rolle: In Indien werden zum Beispiel die Arbeiter einen Tageslohn für die Opfer der Flutkatastrophe spenden. Währenddessen bewegen sich auch schon die Studenten und die besser situierten sozialen Schichten."

"Cor Unum", das Hilfswerk Johannes Paul II., hat seine Unterstützung für die Millionen von Opfern intensiviert. Wer dem Papst finanziell unter die Arme greifen will, kann dies mit Hilfe des unten angeführten Spendenkontos tun und so seine Solidarität mit den Menschen in Südostasien bekunden:

Spenden von Eurobeträgen aus europäischen Ländern bitte an:

Päpstlicher Rat "Cor Unum"

Bank: Banco Posta, Poste Italiane S.p.A
Kontonummer: 603035
Adresse: Viale Europa 175, I-00144 Rome, Italy
IBAN: IT20 S 07601 03200 000000 603035
Betreff: "Emergency in Asia"

[Um Angabe von Name und Adresse wird gebeten]