Türkei spielt wichtige Rolle bei Verhandlungen über die entführten Bischöfe aus Aleppo

Syrisch-orthodoxer Patriarch Kawak wünscht Mithilfe

Rom, (ZENIT.org) | 553 klicks

Die Türkei spiele eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen über die beiden entführten Bischöfe aus Aleppo. Dies betonte der der Leiter des Büros des syrisch-orthodoxen Patriarchats in Damaskus, Metropolit Jean Kawak nach einem Bericht des Fidesdienstes. Der ganze Norden Syriens befinde sich derzeit in gewisser Weise unter türkischer Kontrolle, weshalb Gespräche mit Vertretern des Landes von grundlegender Bedeutung seien. Jede diplomatische und humanitäre Initiative solle deshalb in diese Richtung zielen und die türkischen Behörden miteinbeziehen.

Der syrisch-orthodoxe Patriarch Gregorios Yohanna Ibrahim und der griechisch-orthodoxe Patriarche Boulos al-Yazagi befinden sich seit dem 22. April in den Händen unbekannter Entführer. [ZENIT berichtete]

In einem Gespräch mit dem Fidesdienst hatte der Metropolit erklärt, es gebe keine neuen Erkenntnisse über den Aufenthaltsort der Entführten, ebensowenig wie über die Identität der Entführer. Einerseits werde versichert, den Bischöfen gehe es gut und Gregorios werde mit den notwendigen Medikamenten versorgt, die er täglich einnehmen muss. Andere indirekte Quellen betonten, dass dies nicht überprüft werden könne.

„Heute“, so der syrisch-orthodoxe Metropolit abschließend in dem Gespräch, „begehen unsere Gemeinden den Karfreitag, und die Herzen der Christen sind bedrückt. Alle Gläubigen beten für die baldige Freilassung der beiden Bischöfe.

Es wäre für alle ein Zeichen der Auferstehung, nach der Passion, die wir erleben.“