TV-Tipp: Robert Spaemann und Horst Dreier auf BR-alpha

Diskussion um die Menschenwürde und ihre Grenzen

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MÜNCHEN, 10. September 2009 (ZENIT.org).- Philosoph Robert Spaemann und Jurist Horst Dreier waren im Mai zu Gast an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. BR-alpha hat das Gespräch und die anschließende Diskussion über das Thema „Die Zukunft der Menschenwürde“ aufgezeichnet. Heute, Donnerstag, wird der erste von drei Teilen im Fernsehen gezeigt.

Die drei Sendetermine im Überblick:

Teil 1: Donnerstag, 10. September 2009, 16.00 Uhr (WH: 12.09.09, 12.45 Uhr)
Teil 2: Donnerstag, 17. September 2009, 16.00 Uhr (WH: 19.09.09, 12.45 Uhr)
Teil 3: Donnerstag, 24. September 2009, 16.00 Uhr (WH: 26.09.09, 12.45 Uhr)

Robert Spaemann, Prof. em. für Philosophie an der Universität München, und Horst Dreier, Ordinarius für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Würzburg, gehen in ihrem Streitgespräch auf mehrere Fragen ein: Beginnt die Menschenwürde bereits nach der Empfängnis, also zu Beginn des embryonalen Stadiums? Lässt sich in bestimmten Fällen rechtfertigen, die Würde des Opfers höher zu achten als die des Täters? Kann es bei der Würde eines Menschen Kompromisse geben? Wer oder was ist eigentlich die Person, deren Menschenwürde es zu achten und zu schützen gilt?

Während der Philosoph Vorschläge zu einer „Liberalisierung“ der Sterbehilfe und zu einer Relativierung der Menschenwürde in Form von Fristen des embryonalen Lebensschutzes kritisiert, meint der Staatsrechtler, dass es bei Embryonen keine „Würdebegabung“ gäbe.

„Würde“ ist für Spaemann „keine empirisch gegebene Eigenschaft. Die eigene Würde
geachtet zu sehen, ist auch kein Menschenrecht. Es ist vielmehr der transzendentale Grund dafür, dass Menschen Rechte und Pflichten haben“.

Weiterführende Links:

-- Originalvorträge von Spaemann und Dreier aus der Tagung im pdf-Format
-- Tagungsbericht