Über 82 Millionen Euro für die Kirche in Not

Katholisches Hilfswerk legt Jahresbericht 2011 vor

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KÖNIGSTEIN, 2. Juli 2012 (ZENIT.org/KIN). - Trotz der anhaltenden Finanzkrise hat das internationale katholische Hilfswerk Kirche in Not im vergangenen Jahr 82,1 Millionen Euro an Spendengeldern sammeln können. Das sind 4,8 Millionen weniger als 2010. Es konnten weltweit 4.634 Pastoralprojekte gefördert werden. „Geografische Schwerpunkte waren Afrika sowie der Nahe Osten. Wir sind den Wohltätern von Kirche in Not äußerst dankbar. Mit der Neugründung unseres Werkes als päpstliche Stiftung sind die organisatorischen Strukturen geschaffen, die Hilfe künftig noch rascher und effektiver zu leisten“, so der geschäftsführende Präsident von Kirche in Not, Johannes Freiherr Heereman von Zuydtwyck.

Durch die Großzügigkeit der Wohltäter von Kirche in Not konnten 4.634 Projekte in 145 Ländern auf allen Kontinenten unterstützt werden. Der größte Teil der Hilfsgelder floss mit 29,3 Prozent, wie bereits in den Jahren zuvor, in vielfältige Bauprojekte an Kirchen, Klöstern und Gemeindezentren in aller Welt. Danach machten Hilfen für die tägliche pastorale Arbeit, Katechese und Bibelapostolat mit 27 Prozent den zweitgrößten Anteil aus. Messstipendien und andere Existenzhilfen für Priester und Ordensleute wurden mit 19,3 Prozent unterstützt. Weitere traditionelle Schwerpunkte des Hilfswerks seien die theologische Ausbildung der Seelsorger in den Projektländern (10,9 Prozent) und die Motorisierung (5,1 Prozent), heißt es in dem Jahresbericht. Die Unterstützung von katholischen Radio- und Fernsehstationen nehme im Etat von 2011 mit 8,4 Prozent wieder einen wichtigen Platz ein.

„Ein herzliches Vergelt´s Gott an alle Wohltäter von Kirche in Not, die mit ihren Gebeten und Gaben mitgeholfen haben, die vielfältigen Aufgaben unseres Hilfswerkes zu erfüllen. Mit mehr als 2,5 Millionen Euro haben die österreichischen Wohltäter einen großen Beitrag geleistet, 'Gottes Tränen zu trocknen' (Pater Werenfried). Im Namen der vielen Menschen, denen diese Hilfe zuteil wurde, möchte ich Danke sagen“, bedankt sich Herbert Rechberger, Nationaldirektor von Kirche in Not – Österreich bei den zahlreichen österreichischen Wohltätern.