Über die Größe Gottes staunen: „Lange Nacht der Kirchen“ erstmals in ganz Österreich

„Ein Tag sagt es dem anderen, eine Nacht tut es der anderen kund“ (Psalm 19)

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WIEN, 28. Mai 2008 (ZENIT.org).- Eine gute Gelegenheit, „sich auch auf die Suche nach dem eigenen Glauben zu machen“: So beschreibt der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn das Anliegen der Langen Nacht der Kirchen, die am kommenden Freitag (30. Mai) erstmals in ganz Österreich begangen wird.



Eingeläutet wird die besondere Nacht, in der die Gotteshäuser für jeden Interessierten und Neugierigen geöffnet bleiben, um 17.50 Uhr von knapp 600 Kirchen aller christlichen Konfessionen im ganzen Land, in denen rund 2.700 verschiedene Programmpunkte angeboten werden: von Führungen über Vorträge und Konzerte bis hin zur eucharistischen Anbetung.

„Viele Menschen, die in dieser Nacht unterwegs sind, werden – so hoffe ich – das finden, was dem eigenen Glauben noch fehlt, und reich beschenkt nach Hause gehen“, erklärt Kardinal Schönborn in seinem Grußwort. Das Motto, dem die ökumenische Initiative in diesem Jahr gewidmet ist, lautet: „Ein Tag sagt es dem anderen, eine Nacht tut es der anderen kund“ (Psalm 19).

Kardinal Schönborn weist darauf hin, dass das Jahr 2008 für die Christen ein ganz besonderes Jahr sei, da man den 2000. Geburtstag des Apostels Paulus feiere. Der Völkerapostel habe sich in vielen Gemeinden abgemüht, „dass der Glaube lebendig bleibt“. Und so schreibe er im ersten Brief an die Thessalonicher: „Bei Tag und Nacht bitten wir inständig darum, euch wiederzusehen und an eurem Glauben zu ergänzen, was ihm noch fehlt“ (1Tess 3,10).

Ganz in diesem Sinn wünscht der Kardinal allen, die in der kommenden „Langen Nacht der Kirchen“ unterwegs sein werden, „dass sie in den Kirchen und in der Begegnung mit anderen Suchenden über die Größe Gottes staunen und eine neue Liebe zu Jesus Christus und den Menschen erfahren“.

Von Dominik Hartig