Überschwemmungen auf den Philippinen

900.000 Menschen betroffen

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MANILA, 20. Oktober 2011 (ZENIT.org/KIN). - Auf den Philippinen sind in diesem Monat weite Teile der nördlich von Manila gelegenen Diözese Malolos von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Wie der Bischof der Diözese, José Francisco Oliveros, dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not" gegenüber berichtete, sind fast 900 000 Menschen in 23 Städten von den Fluten betroffen.

In den Städten Hagonoy und Calumpit hätten die Menschen nach Aussage des Bischofs „bis zum Hals und sogar tiefer im Wasser gestanden". Zwölf Pfarreien seien so stark überflutet worden, dass die Kirchengebäude völlig im Wasser versunken sind.

Bischof Oliveros kritisierte, die Behörden hätten es versäumt, den Notstand auszurufen. „Dadurch ist die Hilfe nur schleppend angelaufen", sagte er. Anfangs hätten die Flüchtlinge nicht einmal eine Kochstelle gehabt. Er selbst habe daraufhin den Helfern die Küche seines Bischofshauses zur Verfügung gestellt.

Das Ausmaß der Katastrophe sei durch menschliches Versagen verschlimmert worden, da Staudämme geöffnet worden seien, als im Meer Flut herrschte. So hebe das Wasser nicht über die Flüsse abfließen können, sondern sei zurückgedrückt worden, berichtete Oliveros.

Bereits vor zwei Jahren war die Diözese von schweren Überschwemmungen betroffen. Manche der Schäden sind bis heute noch nicht beseitigt. Bischof Oliveros hat um Hilfe für die Flutopfer gebeten. Er betonte, die Menschen auf den Philippinen seien zwar „an Naturkatastrophen gewöhnt" und „in solchen Situationen sehr widerstandsfähig". Angesichts der häufigen Katastrophen seien sie in diesem Fall jedoch überfordert.