Ukrainischer Bischof auf dem Weg zur Selig- und Heiligsprechung

„Pater Stepan war so heilig, dass seine Heiligkeit nicht in Erscheinung trat“

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LVIV, Ukraine, 7. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Der erste ukrainische Salesianer des byzantinisch-ukrainischen Ritus könnte bald als Heiliger anerkannt werden.



Die Synode der ukrainisch-byzantinisch-katholischen Kirche stimmte auf ihrer Versammlung Anfang September in Lviv dem Ersuchen der Salesianer zu, den Selig- und Heiligsprechungsprozess von Bischof Stepan Czmil einzuleiten.

Stepan Czmil wurde 1914 in der Ukraine geboren, verließ jedoch im Jahr 1932 wegen der Religionsverfolgung und des politischen Klimas seine Heimat. Vier Jahre später legte er seine erste Profess als Salesianer ab, und im Jahre 1945 wurde er zum Priester geweiht. Sein priesterlicher Dienst führte ihn in die Mission nach Argentinien und später nach Rom, wo er als Rektor eines so genannten „kleinen Seminars“ für junge Menschen aus der Ukraine arbeitete.

Rund 20 Jahre nach seinem Tod (1978) bestätigte Papst Johannes Paul II., dass Pater Czmil im Jahr 1977 zusammen mit zwei weiteren Priestern von Kardinal Josef Slipiji im Geheimen zum Bischof geweiht worden war.

Kardinal Lubomir Husar, Kardinal-Erzbischof von Kiew und Vorsitzender der Synode der ukrainisch-byzantinisch-katholischen Kirche, der Pater Czmil persönlich gekannt hat, bezeugt: „Pater Stepan war so heilig, dass seine Heiligkeit nicht in Erscheinung trat. Sie war tief in seinem Inneren verwurzelt, floss aus ihm heraus und warf ihr Licht auf alle, die mit ihm in Berührung kamen… Bei Pater Stepan vom ‚Ruf der Heiligkeit’ zu sprechen, ist mehr als recht und angemessen, denn er war wirklich ein Heiliger.“