Um Gottes Willen, was soll denn Pallotti von uns denken?!

Vollversammlung wählt neues Präsidium im Apostolatshaus Hofstetten

| 1017 klicks

ROM, 19. Juni 2012 (ZENIT.org). - Bei der Vollversammlung des Deutschen Koordinationsrates der Vereinigung des katholischen Apostolates (Unio) vom 15.-17. Juni im Apostolatshaus der Pallottiner in Hofstetten  haben die Vertreter der pallottinischen Gemeinschaften in Deutschland ein neues Präsidium gewählt.

Schwerpunkt der diesjährigen Versammlung war die Wahl des Präsidiums und viele Berichte. Die ganze Versammlung fand im Geist des Gebetes statt. Nach einer Gebetszeit wurde die Versammlung von der Präsidentin Sr. Adelheid Scheloske SAC (Pallottinerin, Limburg) am Freitagnachmittag eröffnet. Unter der bewährten Moderation von P. Norbert Possmann SAC (Pallottiner, Limburg) stellten die verschiedenen Gliedgemeinschaften unter der Fragestellung „Wie wirken wir als Unio in Kirche und Welt hinein?“ ihre Tätigkeiten des vergangenen Jahres vor.

Die Antworten waren so vielfältig wie die Gemeinschaften selbst. Während manche „alten“ Gemeinschaften, wie der Ancilla-Kreis, ihre Hauptaufgabe im Gebet sehen, wirken jüngere Gemeinschaften wie Movimento Pallotti (Berlin) eher sozial-caritativ in die Welt hinein. Auch die an Zahl kleiner werdenden Schwestergemeinschaften wie die Hildegardisschwestern (Pirmasens), die Theresienschwestern (Mering) oder die Pallottinerinnen (Limburg) sowie die Patres- und Brüdergemeinschaft der Pallottiner (Friedberg) wirken nach ihren Möglichkeiten sowohl in ihren vielfältigen Aufgabenfeldern oder durch das Gebet in Kirche und Welt hinein. Welche Gemeinschaften alle zur pallottinischen Unio gehören und welche Aufgaben sie für sich sehen, kann auf der Webseite nachgelesen werden.

Nach der Eucharistiefeier am Samstagmorgen, der Vizepräsident P. Christoph Hammer SAC (Pallottiner, Olpe) vorstand, diente der Rest des Vormittags und der erste Teil des Nachmittags. den Berichten der Präsidentin von der Unio in der Welt und der Mitwirkung der Unio in der deutschen Kirche. Nach den vorbereitenden Informationen zur Wahl des neuen Präsidiums und der Entscheidung, das Präsidium auf 4 Personen und ein Sekretariat zu erweitern, ging die Versammlung ins Gebet.

Im Anschluss an die stille Anbetungszeit wurde Alois Wittmann UAC (Apostolatskreis Hofstetten) zum Präsidenten gewählt. Vizepräsident wurde P. Christoph Hammer SAC, Sr. Gertrud Meiser SAC (Pallottinerin, Limburg) zur Ökonomin ernannt, Fr. Ursula Knoch UAC (Einzelmitglied, Rheinbach) in Abwesenheit viertes Mitglied des Präsidiums. Fr. Beate Weis UAC (Apostolatskreis Reckendorf) ist aus dem Präsidium ausgeschieden. Sr. Adelheid Scheloske SAC wurde zur Sekretärin ernannt und gehört damit weiterhin zum Präsidium. Weiterhin konnten sechs neue Einzelmitglieder zur Aufnahme in die Unio zugelassen werden.

Der Sonntag wurde mit Laudes und festlicher Messe, der der Promotor für die Bildung, P. Norbert Lauinger SAC (Pallottiner, Hofstetten), vorstand und einer Ansprache von Sr. Adelheid Scheloske SAC begonnen.

Alois Wittmann UAC  sagte zur Amtsübernahme: „Mir ist bewusst, dass wir an einer Schwelle stehen. In den vergangenen 50 Jahren ist in und für die Unio Großes, Wichtiges, Entscheidendes geleistet worden“, womit er auch den anderen Mitgliedern der Versammlung aus dem Herzen sprach.

Der neue Präsident dankte unter Beifall seinen Vorgängern und P. Hubert Socha SAC (Pallottiner, Vallendar) für ihren unermüdlichen Dienst für die Vereinigung. Er wünscht sich Begegnungen innerhalb der Unio, innerhalb der Kirche und darüber hinaus, trete die Unio doch für eine Communio-Kirche ein und versuche sie, diese ohne Wertunterschiede, Ausgrenzung, Anmaßung und Gräben zu leben. Er wünscht sich innerhalb der Gliedgemeinschaften, bei allen Mitgliedern der Unio, das Erbe Vinzenz Pallottis zu akzeptieren und den Auftrag des Gründers anzunehmen und auszuführen. Wittmann rief alle auf, sich „anstecken zu lassen vom Eifer unseres Gründers. Wir können unsren Schatz doch nicht verstecken. Wir können unser Licht doch nicht unter den Scheffel stellen. Wir müssen doch wuchern mit unseren Talenten! Um Gottes Willen, was soll den Pallotti von uns denken?!“

P. Christoph Hammer SAC