Umarmung zwischen Jesuiten

Der Generalsuperior besuchte Papst Franziskus

Rom, (ZENIT.org) | 1030 klicks

Vier Tage nach seiner Wahl auf den Stuhl Petri empfing am Sonntag, den 17. März, der Heilige Vater Franziskus – der erste jesuitische Papst in der Geschichte – den Generalsuperior der Societas Jesu, Pater Adolfo Nicolás, SJ, in der Casa Santa Marta im Vatikan.

„Auf persönliche Einladung von Papst Franziskus begab ich mich um 17.30 Uhr in die Casa Santa Marta, der Residenz, in der die am Konklave teilnehmenden Kardinäle untergebracht waren“, schrieb Pater Nicolás in einem kurzen, von der Generalkurie verbreiteten und in verschiedenen Sprachen auf der Seite der Zeitschrift America veröffentlichten Bericht. „Er stand am Eingang und empfing mich mit der unter Jesuiten üblichen Umarmung.“

Während der Begegnung zeigte sich der neue Papst erneut mit großer Einfachheit.  „Auf meine Entschuldigung hin, das Protokoll nicht zu kennen, bestand er darauf, dass ich mich ihm gegenüber wie jedem anderen Jesuiten gegenüber verhalte, ihn „duze“, so dass ich mich nicht um die Titel Heiligkeit oder Heiliger Vater sorgen müsse“, fuhr der Generalsuperior fort.

Pater Nicolás bot dem neuen Papst „alle Ressourcen, über die die Societas verfügt an, da er in seiner neuen Position Ratschläge, Ideen und Personals etc. bedürfen wird. Er dankte mir und auf die Einladung, uns in der Kurie zu besuchen und mit uns zu Mittag zu speisen, antwortete er, es gerne zu tun.“

„Es bestand vollkommene Übereinstimmung bei vielen der diskutierten Themen, und ich bin überzeugt, dass wir sehr gut im Dienst der Kirche im Namen des Evangeliums zusammenarbeiten werden“, betonte Pater Nicolás, der das Treffen als „von Heiterkeit, Freude und gegenseitigem Verständnis in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gekennzeichnet“ beschrieb. 

„Ich verließ Santa Marta in der Überzeugung, dass es sich lohnt mit ihm im Weinberg des Herrn zu arbeiten“, schloss Pater Nicolás am Ende seines Berichts.

„Am Ende half er mir in den Mantel und begleitete mich zur Tür. Dort empfing ich zusätzlich Grüße von der Schweizer Garde. Erneut eine Umarmung, eine schöne Art, einen Freund zu treffen und zu verabschieden.“