Umbauten im Kloster Mater Ecclesiae

Zukünftige Residenz Benedikts XVI. wird seinen Bedürfnissen angepasst

Vatikanstadt, (ZENIT.org) Anita Bourdin | 1787 klicks

Eine Initiative des Vatikans hat der Presse die Tore der vatikanischen Gärten geöffnet, um die zukünftige Residenz Benedikts XVI. bekannt zu machen: eine Wohnung innerhalb des Klosters „Mater Ecclesiae“, die sich über zwei Stockwerke ausdehnt, von einer Terrasse gekrönt wird, zum Teil an die Leoninische Mauer angelehnt ist und sich eines atemberaubenden Blicks über die Stadt Rom und die Kuppel des Petersdoms erfreut.

Die mit dem Umbau beauftragten Handwerker arbeiten noch an der Anpassung der Innenräume. Über an den Fenstern befestigte gelbe, rote und blaue Plastikrohre wird der anfallende Bauschutt nach außen befördert. Ein der Wohnung anliegendes Gebäude verbindet diese mit der Kapelle, die ganz mit bunten Glasfenstern dekoriert ist.

In diesen Räumen war bis vor kurzem das Schwesternkloster „Mater Ecclesiae“ untergebracht, das der selige Papst Johannes Paul II. 1992 zur spirituellen Unterstützung des Nachfolgers Petri errichten ließ.

In den Zellen des Klosters lebten acht Schwestern, die verschiedenen religiösen Orden angehörten: Klarissen, Karmelitinnen, Benediktinerinnen und Salesianerinnen, die aus aller Welt stammten und sich alle fünf Jahre abwechselten.

Die 450 Quadratmeter große Wohnung wird zum Teil erheblich umgebaut, um Benedikt XVI. und die Personen, die ihn begleiten werden, aufnehmen zu können; darunter die vier Haushälterinnen des Papstes, die als Laien der Bewegung „Comunione e Liberazione“ angehören, und sein Sekretär Msgr. Georg Gänswein.

Der Zugang zur Wohnung erfolgt über einen Platz, der „Largo della Radio“ genannt wird. Tatsächlich befanden sich hier ein Teil der Büros von Radio Vatikan und noch früher die Verwaltungsräume der Vatikangendarmerie.

Die Journalisten, die an der Besichtigung der neuen Residenz teilnahmen, konnten auch bis zum Nachbau der Lourdesgrotte gelangen, der auch für Benedikt XVI. eine nahegelegene Möglichkeit bieten wird, sich dorthin für das Rosenkranzgebet zurückzuziehen.

Man wird sich noch erinnern, dass der Heilige Vater seinen Rücktritts-Entschluss am 11. Februar bekanntgab, dem Fest der Erscheinung Mariens in Lourdes und Welttag der Kranken.

Am 31. Mai, dem Fest Mariä Heimsuchung, betet der Papst für gewöhnlich mit den Pilgern, die kommen, um nach Sonnenuntergang an der Lichterprozession zu dieser Grotte teilzunehmen, den Rosenkranz.

Der Rundgang der Journalisten endete mit einem Tropfen Nostalgie am Hubschrauberlandeplatz, von dem aus Benedikt XVI. am 28. Februar um 17 Uhr nach Castelgandolfo aufbrechen wird. In dieser Sommerresidenz wird er die letzten Stunden seines Pontifikats und die ersten Monate seines Rückzugs im Gebet verbringen, bis die Umbauarbeiten im Kloster „Mater Ecclesiae“ abgeschlossen sind.

Dieser Hubschrauberlandeplatz wurde auf Wunsch Papst Pauls VI. (1963-1978) errichtet. Von hier aus starten die Päpste zu ihren Pastoralreisen. Eine große Bronzestatue der Schwarzen Madonna von Częstochowa schaut auf den Platz und scheint über jeden Abflug, jede Reise und jede Rückkehr zu wachen.

Über diesen Landeplatz wird Benedikt XVI. in einigen Monaten wieder heimkehren, um künftig wie ein betender Wachposten der Weltkirche die Neuevangelisierung zu unterstützen.