"Umgerechnet haben wir nun eine Führung pro Tag"

Das Museum der Schweizergarde in Naters

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 308 klicks

„Umgerechnet haben wir nun eine Führung pro Tag”, berichtet der der ehemalige Gardist Roland Walker, der im Schweizergarde-Museum in Naters arbeitet. Mit rund 4.000 Besuchern wurden die Erwartungen der Museumsbetreiber seit der Eröffnung des Museums im Jahr 2006 weit übertroffen. Ursprünglich hatte man mit nur drei bis vier Führungen pro Monat gerechnet. Wegen des großen Erfolgs ist nun ein Ausbau des Museums in Planung.

In einer ehemaligen Munitionshalle ist das Schweizergarde-Museum in Naters untergebracht. Ziel der Ausstellungskonzeption ist es, dem Besucher einen Einblick in die Geschichte der Schweizer Ggarde sowie in das Leben und die Arbeit eines Schweizergardisten zu vermitteln. Die Garde blickt auf eine mehr als 500-jährige Geschichte zurück. Sie wurde 1506 von Julius II. gegründet und erfüllt bis heute am päpstlichen Hof Polizei- und Wachaufgaben neben repräsentativen Pflichten in ihren historischen Uniformen.

Die Ausstellung in Naters ist in zwei Bereiche unterteilt. Im ersten Teil werden die Kommandanten der letzten 500 Jahre vorgestellt. Der zweite der Teil der Ausstellung hingegen ist persönlichen Gegenständen vorbehalten, die Gardisten oder deren Angehörige dem Museum gaben. Die — teilweise auch skurrilen — Ausstellungsgegenstände reichen von einer Goldenen Schallplatte der Banda (Gardekapelle), einem Trikot des FC Guardia, Medaillen von Papstbesuchen bis hin zum Tagebuch eines Gardisten. Alle Objekte wurden dokumentiert und mit dem Eigentümer fotografiert. Persönliche Erinnerungen und Geschichten, die die Ausstellungsgegenstände begleiten und in Ordnern gesammelt sind, erzählen vom früheren Leben der Exponate. In den Ordnern können die Besucher während ihres Aufenthalts blättern, nachlesen und vieles über die Schweizer Garde und ihre Gardisten entdecken und erfahren.

Weitere Informationen über das Schweizergarde-Museum in Naters können dieser Seite entnommen werden.