Unersetzlicher Einsatz für den Frieden

Friedenstreffen 2011 in München

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MÜNCHEN, 12. September 2011 (ZENIT.org). – Der russisch-orthodoxe Metropolit Filaret von Minsk und Sluzk, Patriarchenexarch von Weißrussland, richtete am Ende der Liturgie in der Kathedrale von München anlässlich des Internationalen Friedenstreffens der Gemeinschaft Sant‘ Egidio folgende Grußworte an die Versammelten:

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Eminenz, sehr geehrter Herr Kardinal Reinhard Marx!
Liebe Brüder und Schwestern!

Wir haben uns in diesen Tagen versammelt, um am Internationalen Treffen „Bound to Live Together. Religionen und Kulturen im Dialog“ teilzunehmen. Meiner Meinung nach ist unsere Hinwendung zum Schöpfer im Gebet der beste Beginn unseres vor uns liegenden Vorhabens.
Gemeinsam möchten wir der Welt bezeugen, dass ein friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Kulturen notwendig und möglich ist, damit alle hier Versammelten vereint sind. Wir wissen, dass die Natur des Menschengeschlechtes eine Einheit darstellt, und verpflichten uns, das Gebot Gottes der Einheit und der gegenseitigen Liebe zu achten.

Mit dankbarem Herzen möchte ich die Überzeugung bekunden, dass unser heutiges Treffen nach dem Gebot des Schöpfers ein Fortschritt auf dem Weg zur Einheit darstellt. Von Herzen grüße ich Sie und danke Ihnen, Eminenz, Kardinal Reinhard Marx, für die Einladung, an dieser Tagung teilzunehmen, und für die Gelegenheit, ihrer Herde zu begegnen. In der Person Eurer Eminenz erlaube ich mir, alle Priester und Ordensleute Ihrer Erzdiözese zu grüßen, die einen sehr verantwortungsvollen Dienst für die Kirche Christi erfüllen. Für mich ist es eine große Freude, heute hier in dieser Kathedrale zu sein und Ihnen, liebe Brüder und Schwestern, zu begegnen.

Von Herzen grüße und danke ich auch der Gemeinschaft Sant’Egidio und persönlich Professor Andrea Riccardi, ihrem Gründer, und Bischof Vincenzo Paglia, ihrem geistlichen Begleiter. Ihre Gemeinschaft erfüllt wirklich einen apostolischen Dienst, indem sie durch Werke der Barmherzigkeit und die Verkündigung des Evangeliums die Liebe Christi zu den Menschen bringt. Seit nunmehr vielen Jahren arbeitet unsere Kirche in fruchtbringender Weise mit der Gemeinschaft Sant’Egidio zusammen. Ihrem unersetzlichen Einsatz gelten nicht nur meine persönliche Hochachtung und meine Unterstützung, sondern auch das Wohlwollen der Hirten und Gläubigen unserer Kirche.

Erlauben Sie mir, im Namen der russisch-orthodoxen Kirche alle Teilnehmer unseres Treffens und Gebetes zu grüßen und uns allen ertragreiche Bemühungen in den Arbeitstagen der Tagung zu wünschen.

Der Friede und der Segen Gottes sei mit Euch allen, sehr geliebte Brüder und Schwestern in Christus!