Unerwartete Geste für den Frieden, der von den Religionen ausgeht

Religionsführer reichen einander die Hände und singen ein Lied

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NAZARETH, 14. Mai 2009 (ZENIT.org).- Zu einer unerwarteten Szene kam es am Ende von Papst Benedikts Treffen mit den Religionsführern aus Galiläa: Ein Rabbiner, dessen Rede offensichtlich nicht angekündigt war, drängte sich, nachdem alle Religionsvertreter – zuletzt auch der Papst – gesprochen hatten, auf die Bühne und hielt eine kurze Rede.

Er würdigte zunächst die weisen Worte seiner Vorredner, betonte aber, dass man auch zu einem gemeinsamen Gebet finden müsse, wenn alle Religionen tatsächlich aktiv – auch durch ihr Handeln – zum Frieden beitragen wollten. Danach stimmte der Rabbiner ein Lied an, bestehend aus den Friedenswünschen aller drei monotheistischen Religionen.

Unter seiner Anweisung reichten sich schließlich die Religionsvertreter auf der Bühne die Hände und stimmten gemeinsam in das Lied ein. Das Publikum, in dem gleichfalls Vertreter des Christentums, des Islams, des Judentums und der Drusen anwesend waren, erhob sich ebenfalls, um mitzusingen. Dieses eindrucksvolle Bild der Hände haltenden Religionsvertreter mit dem Papst in der Mitte erregte im Pressezentrum spontanen Applaus.

Von Stefan Beig