Ungarns Verfassung wird zugunsten der Familie geändert

Zweidrittelmehrheit für vierte Änderung

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 851 klicks

Gegen den Protest von Seiten der EU hat das ungarische Parlament eine vierte Änderung der Verfassung beschlossen. Die von der nationalkonservativen Regierung unter Victor Orbán beschossenen Änderungen betreffen die Bereiche Familie, Ausbildung, Religion und Justiz.

Unter anderem sehen sie eine Stärkung der Ehe als Verbindung von Mann und Frau vor. Weiterhin können sich Religionsgemeinschaften unter festgesetzten Bedingungen als Kirchen anerkennen und damit von Steuern befreien lassen.

Staatliche Förderung von Studenten wird damit verknüpft sein, nach dem Studium im Land zu bleiben.

Die Änderung hat, neben der Kritik aus dem europäischen Ausland, teilweise gewalttätigen Protest im Land hervorgerufen.

Von den deutschen Medien wird die neue Regierung unter Victor Orbán, die die sozialistische, korrupte Koalition seit 2010 abgelöst hat, seit ihrem Antritt stark angegriffen. Aufgrund dieser Änderungen wird ein EU-Ausschlussverfahren gefordert. Orbán hat die vorgebrachten Vorwürfe zurückgewiesen und betont, offen für den Dialog mit der EU zu sein.