Unsere liebe Frau von Luján

Das argentinische Marienheiligtum am 12.Oktober in Direktübertragung auf dem Petersplatz

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 606 klicks

Der Pfarrer und Rektor der Basilika „Unsere liebe Frau von Luján“ in Argentinien, Daniel Blanchoud, berichtete, dass Papst Franziskus tausende junge Argentinier letzten Sonntag zur Wallfahrt nach Luján, das rund 70 Kilometer von Buenos Aires entfernt liegt, bewegt habe. In Argentinien sei eine wahre „Franziskusmanie“ ausgebrochen. Man schätze, dass rund 2,5 Millionen Menschen an der Wallfahrt teilgenommen hätten. Er erfahre immer wieder, dass Menschen, fasziniert und begeistert von Papst Franziskus, zur Kirche zurückgefunden hätten.

Rektor Blanchoud erklärte in einem Telefoninterview mit ZENIT, dass zur Zeit die Vorbereitungen für die Gebetswache vor der „Madonna aus Fatima“ am 12. Oktober auf dem Petersplatz liefen, an der zehn Marienheiligtümer aus der ganzen Welt in einer Direktübertragung teilnehmen sollten. Das Marienheiligtum in Luján wird eines der zehn Heiligtümer sein. Rektor Blanchoud führte aus, dass an der Veglia Marienheiligtümer aus allen fünf Kontinenten beteiligt seien. Jedes der zehn Heiligtümer bete einen Teil des Rosenkranzes. In Luján würden das Vaterunser und das Avemaria gebetet werden. An der Feier werde Erzbischof Agustin Radrizzani teilnehmen. Am Folgetag, dem 13. Oktober, werde Papst Franziskus die Welt Maria weihen. 

Das Marienbild der Madonna aus Luján gelangte im Mai 1630 nach Luján. Ein argentinischer Großgrundbesitzer wollte seinerzeit auf seinem Grund eine Kapelle errichten lassen und ließ zu diesem Zweck zwei Marienbilder bringen. Doch der Transport gestaltete sich schwierig. Die Lasttiere, die die Wagen mit den beiden Bildern ziehen sollten, verweigerten ihre Arbeit und hielten am Fluß Luján an. Jeder Versuch, die Tiere zum Weitergehen zu bewegen, war vergeblich. Erst als eines der beiden Bilder von dem Wagen genommen wurde, setzten die Tiere ihre Reise fort. Die Anwesenden waren überzeugt, einem Wunder beigewohnt zu haben, und entschlossen sich, das Bild am Ort zu belassen. Eine Kapelle wurde errichtet; schon bald wurde sie zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Nach dem Tod des Eigentümers, auf dessen Grund die Kapelle stand, entschloss man sich, eine größere in circa 30 Kilometer Entfernung zu erbauen. In der Folgezeit ereigneten sich zahlreiche Wunder. 1886 wurde das Marienbild durch Leo XIII. gekrönt.