Unterstützung für Frauen, Nein zur Abtreibung: Benedikt XVI. an die Bischöfe Kenias

Das Recht auf Leben gilt immer und für jeden

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ROM, 19. November 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. ruft die Völker Afrikas zum interreligiösen und ökumenischen Dialog auf, da „die spürbare Einheit unter Religionsführern ein mächtiges Gegenmittel gegen die Trennungen innerhalb der weiten Familie des Gottesvolkes sein kann“.



Mit diesem Appell wandte sich der Heilige Vater heute an die Bischöfe aus Kenia, die im Vatikan ihren „Ad-limina“-Besuch beendeten, der alle fünf Jahre fällig ist. Des Weiteren beklagte der Papst den wachsenden Einfluss der globalisierten säkularisierten Kultur. Sie gehe von Agenturen aus, die die Abtreibung fördern. Die christliche Gemeinde sei angesichts dieser Herausforderung dazu verpflichtet, den Frauen Hilfe zu leisten, für die es schwer ist, ein Kind aufzunehmen, sowie offen zu sein für alle, die es bereuen, sich an der schweren Sünde der Abtreibung beteiligt zu haben.

Jedem Bischof komme dabei eine besondere Verantwortung für den Aufbau der Einheit der Herde zu, so der Papst. Die Bischöfe sollten dafür sorgen, dass das Bewusstsein der jungen Generationen über die Grundwerte wie „den friedlichen und respektvollen Dialog zwischen den Mitgliedern verschiedener sozialer und religiöser Gruppen“ geformt werde. „In Afrika hat die Farbe und die Kraft, mit denen der Glaube durch die religiösen Gefühle zum Ausdruck kommt, der reichen christlichen Kultur der ganzen Welt eine neue Dimension hinzugefügt.“

Der Papst würdigte die starke Verbundenheit des afrikanischen Volkes mir den traditionellen Werten der Familie. Der „kostbare Schatz der Ehe“ sei unter Aufwendung aller Kräfte zu schützen und zu bewahren. „Zu oft können die Übel, die einige Teile der afrikanischen Gesellschaft quälen – wie Promiskuität, Polygamie und die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten – in direkte Verbindung mit ungeordneten Auffassungen über Ehe und Familienleben gebracht werden“, bekräftigte Benedikt XVI. Aus diesem Grund sei es erforderlich, den Eltern zu helfen, die Kinder das Leben einer christlichen Sicht der Ehe als unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau zu lehren, die wesentlich in ihrem Menschsein gleich sind und sich dem neuen Leben öffnen.

Benedikt XVI. betonte im Hinblick der Kampagnen zur Förderung der Abtreibung, dass die direkte Zerstörung menschlichen Lebens „nie gerechtfertigt werden“ könne, seien die Lebensumstände auch noch so schwierig. „Wenn ihr das Evangelium des Lebens predigt“, ermahnte Benedikt XVI. die Bischöfe, „so erinnert eure Völker daran, dass das Recht auf Leben eines jeden unschuldigen Menschen, sei er geboren oder ungeboren, ein absolutes Recht ist und ohne Ausnahmen für alle Individuen gilt.“

Der Papst ermahnte die Bischöfe, die Prinzipien der Toleranz, des Respekts und der Liebe unter den Brüdern und Schwestern sowie unter allen Menschen zu verbreiten. „In einer Zeit, in der die säkularisierte und relativistische Mentalität sich immer mehr durch die globalen Medien behauptet, ist es wesentlich, weiterhin die Qualität und die katholische Identität eurer Schulen, Universitäten und Seminare zu steigern. Unternehmt die nötigen Schritte, um ihren Status zu behaupten!“ Gerade in der heutigen Zeit seien hoch qualifizierte Fachkräfte und integre Personen im medizinischen Bereich vonnöten, wo der technologische Fortschritt weiterhin ernsthafte moralische Fragen aufwirft.