US-Bischöfe: "Ein tragischer Tag für unsere Nation"

Amerikanische Bischofskonferenz kritisiert Urteil des Obersten Gerichtshofs

Rom - Washington, (ZENIT.org) | 349 klicks

Am 27. Juni 2013 bezeichnete der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Erklärung des vom Kongress im Jahre 1996 verabschiedeten  „Defense of Marriage Acts“ (ein Gesetz zur Verteidigung der Ehe), in dem die Ehe als Einheit zwischen Mann und Frau definiert ist, als „verfassungswidrig“.

In einer auf internationaler Ebene durch die US-amerikanische Bischofskonferenz verbreiteten Meldung stand Folgendes geschrieben: „Dies ist ein trauriger Tag für die Ehe in unserer Nation. Durch die Ablehnung des ‚Defense of Marriage Acts‘ hat der Oberste Gerichtshof dem amerikanischen Volk tiefes Unrecht zugefügt.“

Laut den Bischöfen habe der Gerichtshof einen Fehler begangen. Sie führen aus: „Die Bundesregierung sollte die Wahrheit anerkennen, dass Ehe die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist, selbst dann, wenn (Bundes-) Staaten diese Anerkennung versäumen. Zur Erhaltung von Freiheit und Gerechtigkeit ist es notwendig, dass alle Gesetze, sowohl auf Bundesebene wie auf (Bundes-) Staatsebene, die Wahrheit anerkennen, einschließlich der Wahrheit über die Ehe.“

Die Entscheidung des Gerichtshofs sei zweifellos Teil einer öffentlichen Debatte mit gravierenden Folgen. Den Bischöfen zufolge seien die Zukunft der Ehe und das Wohlergehen der Gesellschaft in Gefahr. So sei die Ehe die einzige Institution, die einen Mann und eine Frau in der Förderung und Verteidigung des Lebens vereine. Die natürliche Familie garantiere jedem Kind die Sicherheit und das Recht auf einen Vater und eine Mutter.

In diesem Zusammenhang hoben die Bischofe Folgendes hervor: „Unsere Kultur, die Natur des Menschen, unsere Erfahrung, der gesunde Menschenverstand und die Pläne des Schöpfers bestätigen uns, dass die menschliche Familie aus einem Mann und einer Frau besteht, einem Vater und einer Mutter.“ Daher sei es an der Zeit, die Ehe zu stärken und nicht neu zu definieren.

In seinen Ausführungen zur Bedeutung der Ehe habe Jesus gesagt, dass es sich dabei um eine zugunsten des Lebens gebildete Einheit zwischen einem Mann und einer Frau handle. Konkret habe Gott seit dem Anbeginn der Schöpfung einen Mann und eine Frau erschaffen. Die Erklärung der Bischofskonferenz schließt folgendermaßen ab: „Angesichts der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes proklamieren wir erneut unser Ziel der Förderung und Verteidigung der einzigartigen Bedeutung der Ehe. Ein Mann und eine Frau für das Leben. Daher rufen wir zum Gebet darum auf, dass die Entscheidungen des Gerichtshofs überprüft und deren Implikationen weiter geklärt werden.“