US-Bischöfe starten neue Pro-Life-Initiative

Broschüre weist auf Risken von Verhütung hin

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WASHINGTON, D.C., 25. August 2009 (ZENIT.org).- Etliche Jugendliche benützten Verhütungsmittel, ohne das Kleingedruckte zu lesen, wird in einer neuen Broschüre des Sekretariats für Pro-Life-Aktivitäten der US-Bischofskonferenz kritisiert. Unter dem Titel „Empfängnisverhütung: Das Kleingedruckte“ informiert die Broschüre über Risken der Schwangerschaftsverhütung. Sie ist Teil einer größer angelegten Initiative zur Förderung der Achtung vor dem menschlichen Leben, mit der das Pro-Life-Sekretariat die Öffentlichkeit für Fragen des Lebensrechts sensibilisieren will. Der Startschuss wird am „Respect Life Sunday“ fallen, dem ersten Sonntag im Oktober, und umfasst neben der Broschüre und einer eigenen Website (http://www.usccb.org/healthcare) weitere Unterlagen für Gebet und Liturgie.


 
Verhütungsmittel haben, wie aus der Broschüre hervorgeht, viele Menschen zu untreuen, selbstsüchtigen und kurzfristigen Beziehungen ermutigt, die unfruchtbar bleiben. Verwiesen wird diesbezüglich auf einen Bericht des Guttmacher-Instituts aus dem Jahr 2006, in dem der Zusammenhang zwischen dem Zugang zu Verhütungsmitteln und der Abtreibungsrate beleuchtet wird. 17, 4 Prozent aller Frauen, die Kondome verwenden, sind laut Guttmacher innerhalb von einem Jahr schwanger, bei Jugendlichen sind es sogar 23, 2 Prozent. Teenager, die in nicht-ehelicher Gemeinschaft leben und sexuell aktiver sind, werden mit der Wahrscheinlichkeit von 71, 7 Prozent innerhalb eines Jahres schwanger.

Noch weniger könne das Kondom laut offiziellen Zahlen vor dem Übertragen von Krankheiten schützen: Jährlich gebe es in den USA 19 Millionen neue Fälle. „Jene, die fälschlicherweise meinen, Kondome würden sie vor Schwangerschaft und Infektionen schützen, sind eher dazu geneigt, schon in jungen Jahren sexuell aktiv zu werden und riskantere Praktiken umzusetzen, etwa indem sie mehrere Partner haben“, so heißt es in der Broschüre.

Auch auf die wissenschaftlich erwiesenen Gefahren von hormonellen Verhütungsmitteln wird eingegangen. Je erfolgreicher solche Mittel eine Schwangerschaft verhinderten, desto riskanter seien sie für die Gesundheit der Frau, und zwar in physischer, aber auch emotionaler und spiritueller Hinsicht.
 
Gleichzeit wird auch auf erfolgreiche Mittel zur Senkung von Geburten hingewiesen, deren sich viele verheiratete Paare aber nicht bewusst seien, wie die natürliche Empfängnisregelung. Ihre Anwendung aus vernünftigen Gründen könne die Intervalle zwischen den Geburten erhöhen und sei dabei in Einklang mit dem Willen Jesu Christi und der Kirche. Auch hierzu liegen mittlerweile wissenschaftliche Ergebnisse vor.
 
Ebenso zeige sich, dass eine wachsende Anzahl von Jugendlichen, die sich dazu entschließt, erst später sexuell aktiv zu werden, die Abtreibungsrate senkt. Von 1991 bis 2001 sank die Zahl von US-Teenagern, die angaben, bereits sexuell aktiv gewesen zu sein, um 16 Prozent. „Größere Enthaltsamkeit bedeutet weniger Abtreibungen. Zwischen 1984 und 2004 sank die Abtreibungsrate bei Mädchen unter 18 um 60 Prozent, bei Mädchen von 18 bis 19 um beinahe 48 Prozent.“
 
In der Broschüre wird betont, dass es das Wohl „unserer Töchter und Schwestern“ verdiene, dass diese „gesund und ohne vermeidbare Krankheiten aufwachsen, die ein Leben lang dauern können. Zu Ihrem Wohl müssen wir den auf Verhütungsmittel gestützten Ansatz zur Reduktion ungewollter Schwangerschaften und Abtreibungen zurückweisen und stattdessen eine korrekte Erziehung der Enthaltsamkeit unterstützen“.