US-Bischöfe verurteilen Forschung mit embryonalen Stammzellen

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BOSTON, 7. März 2005 (ZENIT.org).- In einem gemeinsam unterzeichneten Brief verurteilen vier Bischöfe des US-Bundesstaates Massachusetts die Forschung mit embryonalen Stammzellen.



In ihrer Stellungnahme, die in "The Pilot", dem offiziellen Organ der Erzdiözese Bosten, veröffentlicht worden ist, verweisen Erzbischof Sean O'Malley von Boston sowie die Bischöfe George Coleman von Fall River, Timothy McDonnell von Springfield und Robert McManus von Worcester auf Papst Johannes Paul II. als "ernstzunehmende moralische Instanz", denn er "kämpft selbst mit Parkinson-ähnlichen Behinderungen und bittet dennoch inständig die Wissenschaftler weiterhin darum, Forschungserfolge nur auf ethisch vertretbaren Wegen zu erzielen".

Das Argument, durch Stammzellenforschung mit menschlichen Embryonen könnten Heilmethoden und Therapien für Parkinson und andere lebensbedrohliche Krankheiten entwickelt werden, lassen die Bischöfe nicht gelten. Viel schwerwiegender ist für sie die Tatsache, dass die Forschung mit embryonalen Stammzellen eindeutig gegen die Heiligkeit des Lebens verstoße, da sie unweigerlich die Zerstörung von Embryonen bedeute.

''Wir stimmen in den Appell des Heiligen Vaters ein, der alle Wissenschaftler im Bereich der Biotechnologie dazu aufgerufen hat, von Forschungen Abstand zu nehmen, die unmoralisch und unnotwendig sind", heißt es in der Erklärung der Bischöfe von Massachusetts. ''Die Wissenschaft darf nicht töten, um heilen zu können", betonen sie weiter.

Alle Katholiken werden dazu angehalten, ihre Sorge über diese Thematik den von ihnen gewählten Abgeordneten mitzuteilen, damit der Gesetzesentwurf, der zurzeit heftig debattiert wird, in ihrem Sinne geändert werde.