US-Bischofskonferenz nimmt Stellung zu Behauptungen von Joe Biden über Gesundheitsreform

Debatte der Vizepräsidenten: Falsche Aussage führt zu Stellungnahme

| 609 klicks

Von Junno Arocho

WASHINGTON, D.C., 17. Oktober 2012 (ZENIT.org). Die US-Bischofskonferenz hat sich mit einer entschiedenen Stellungnahme in Bezug auf das Mandat des US-Ressorts für Gesundheits- und Humandienste (Department of Health and Human Services) zu Wort gemeldet. Das Bundesmandat verlangt von Arbeitgebern religiöser Einrichtungen von Rechts wegen die finanzielle Deckung von Versicherungsleistungen wie die Verabreichung von Abtreibungspillen und Verhütungsmitteln sowie Sterilisierungsmaßnahmen für Angestellte.

Während der Debatte meinte Vizepräsident Joe Biden: „Was den Angriff auf die katholische Kirche angeht, so lassen sie mich dazu eine ganz klare Aussage machen: Keine religiöse Einrichtung – katholisch oder andersgläubig, einschließlich der Katholischen Sozialdienste, des Georgetown Hospitals, des Mercy Hospitals, überhaupt jedes Krankenhauses – keine solche Einrichtung muss Verhütungsmittel empfehlen, keine muss für Verhütungsmittel bezahlen, keine ist gezwungen, Verhütungsmittel in die Versicherungsleistungen, für die sie aufkommen, aufzunehmen. Das ist eine Tatsache. Das ist eine Tatsache.“

Die Stellungnahme der US-Bischofskonferenz lautete: „Das ist keine Tatsache“. Sie führte weiterhin aus, dass das Gesundheitsmandat zwar eine „magere, vierteilige Ausnahmeregelung für ‚religiöse Arbeitgeber‘ enthält, dass diese Regelung aber nicht auf die katholischen Sozialdienste, Krankenhäuser oder karitativen Werke, die allen Menschen, unabhängig von deren Glauben, ihre Dienste anbieten, anwendbar ist.“

Die US-Bischofskonferenz ließ auch verlautbaren, dass die zusätzlichen „Kompromissartikel“ für religiöse Organisationen, die das Mandat enthält, diese Organisationen überhaupt „nicht von der Verpflichtung, ‚für Verhütungsmittel zu zahlen‘ entbinden und nicht verhindern‚ dass ‚man sich über sie Verhütungsmittel besorgen kann‘.“ Die Stellungnahme betont außerdem, dass das Mandat aufgrund der darin vorgesehenen Beitragszahlungen katholische Organisationen weiterhin dazu zwingen wird, für die finanzielle Deckung von Gesundheitsmaßnahmen einzustehen, die die Verabreichung von Verhütungsmitteln und abtreibenden Mitteln sowie Sterilisierungsmaßnahmen vorsehen.

Die Stellungnahme schließt mit einem Aufruf der US-Bischofskonferenz an das Ressort für Gesundheits- und Humandienste: „Auf dringendste und ausdrücklichste Weise“ wird darum gebeten, „die verschiedenen, gegen die religiöse Freiheit gerichteten Grenzüberschreitungen, die das Mandat verordnet, tatsächlich zu beseitigen.“

[Übersetzung des englischen Originals von P. Thomas Fox LC]