USA: Bischöfliche Solidaritätskundgebungen nach Wirbelsturm "Katrina"

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NEW YORK, 6. September 2005 (ZENIT.org).- In den Tagen nach dem Hurrikan "Katrina", der die Küstengebiete im Süden der USA verwüstet hat und dessen verheerende Folgen noch nicht abzuschätzen sind, gingen bei der US-amerikanischen Bischofskonferenz zahlreiche Unterstützungsschreiben von Bischöfen aus aller Welt ein.



Im Namen aller schottischen Katholiken brachte Kardinal Keith O'Brien, Vorsitzender der schottischen Bischofskonferenz, "angesichts der schrecklichen Verluste und der vielen Todesopfer, die Euer Volk durch den Wirbelsturm 'Katrina' zu beklagen hat", allen Menschen in den USA sein tiefstes Mitgefühl zum Ausdruck. "Die in den Südstaaten und im Golfgebiet angerichteten Verwüstungen, vor allem im Bundesstaat Louisiana, sind von unvorstellbarem Ausmaß. In dieser traurigen Zeit kann ich Euch im Namen meiner Mitbrüder im bischöflichen Amt und im Namen der Katholiken Schottlands versprechen, dass wir für Euch beten, und ich kann Euch beim beginnenden Wiederaufbau Eurer versprengten Gemeinden unsere Solidarität zusichern."

Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, erklärte am Montag, dass man in seiner überschwemmten Stadt mit bis zu 10.000 Todesopfern rechnen müsse.

"Tiefes Mitgefühl"

Auch Erzbischof Brendan O'Brien, Vorsitzender der kanadischen Bischofskonferenz, ermutigte seine Glaubensbrüder in den USA. In seinem Brief an Bischof Skylstad, den Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz, bat er unter anderem darum, die Nachricht der Verbundenheit des kanadischen Volkes "und besonders unseres Gebetes" an alle Bischöfe in den betroffenen Gebieten weiterzuleiten – vor allem den Bischöfen in den Diözesen New Orleans und Mobile. Ein Großteil der betroffenen Küstengebiete sei "in der Vergangenheit ein Teil des ursprünglichen Territoriums der Diözese Quebec" gewesen, ein Gebiet, in dem viele Menschen in der Mitte des 18. Jahrhunderts Unterschlupf gefunden hätten. "Und viele französische Forscher und Missionare, die Kanada durchquert hatten, besuchten damals dieses Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika oder arbeiteten dort. Für viele Menschen, besonders für die Katholiken und Ihre Bischofsbrüder hier in Kanada, ruft dieser Teil Ihres enormen Landes tiefe Gefühle hervor."

Die US-amerikanischen und die kanadischen Bischöfe appellierten an ihre Landsleute, mit konkreten Gesten zu helfen und die Betroffenen der Hurrikankatastrophe finanziell zu unterstützen. Zur Unterstützung der US-amerikanischen Caritas bittet "Caritas International" um Spenden per Internet oder per Post.

Caritas international
Spendenkonto: 202
BLZ 660 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
Stichwort: "Hurrikan Katrina"