USA: Fernsehwerbung für Kirchenbesuch

Man hofft 100.000 Katholiken einmal pro Woche zum Gottesdienst zurückbringen zu können

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SACRAMENTO/USA, 8. Oktober 2009 (ZENIT.org).- „Es gibt eine Menge Leute, die nicht mehr zum Gottesdienst gehen und die auf eine Einladung warten, wieder zurückzukommen", sagt Monsignore James Murphy von der katholischen Diözese Sacramento im Norden Kaliforniens. „Dies ist ihre Einladung", fügt er  hinzu und meint damit nicht ein Stück Papier, sondern TV-Werbespots der Diözese, die in der Zeit zwischen dem 18. Dezember 2009 und dem 31. Januar nächsten Jahres 1200 Mal über regionale Fernsehsender ausgestrahlt werden sollen.

Katholiken bilden mit 64.8 Millionen Gläubigen die größte Religionsgemeinschaft der Vereinigten Staaten. Aber nur 33 Prozent von ihnen besuchen regelmäßig die Messe. Die Zahlen in der Diözese Sacramento sind noch schlechter als der Landesdurchschnitt. Dort gehen von insgesamt 950 000 Katholiken nur noch 136 500 wöchentlich einmal in die Kirche.

Bei seinen Überlegungen, wie man Nicht-Kirchenbesucher und abtrünnige Katholiken zurückgewinnen könnte, stieß das Bistum auf das Vorbild der Diözese Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Dort hatte man im vergangenen Jahr mit der Ausstrahlung von Werbespots, die für den Kirchenbesuch warben, experimentiert und dabei gute Erfolge erzielt. 90 000 Katholiken, sind laut einem Sprecher der Diözese zurückgekehrt, was einem Anstieg der wöchentlichen Messebesucherum 12 Prozent entspricht.

<>Die Gründe, warum so viele amerikanische Katholiken nicht mehr zur Messe gehen, sind unterschiedlich. Bei Befragungen durch die Diözese Phoenix nannten die meisten als Grund, dass sie in ihrem täglichen Leben zu viel anderes zu tun hätten, meldete die Funk-Korrespondenz. Ein viel kleinerer Prozentsatz berief sich auf die Lehre der Kirche in Fragen der Ehe und der Homosexualität. 30 bis 60 Sekundensollen die Werbespots der Diözese Sacramento dauern, wenn sie ab Dezember auf den Bildschirm kommen.

Die ganze Aktion wird 380 000 Dollar kosten, die unter anderem durch Spenden aufgebracht werden. Man hoffe 100.000 Katholiken einmal pro Woche zum Gottesdienst zurückbringen zu können.