USA: Kardinal Rigali fordert Politiker auf, der Hybrid-Forschung einen Riegel vorzuschieben

Lob für Gesetzesantrag zum Verbot der Herstellung von Mischwesen aus Mensch und Tier

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WASHINGTON, D.C., 9. Mai 2008 (Zenit.org).- Kardinal Justin Rigali, Sprecher der Lebensschutz-Kommission innerhalb der US-Bischofskonferenz, begrüßte vergangene Woche die Einbringung des „Human-Animal Hybrid Prohibition Act“ im Repräsentantenhaus und im Senat. Der Gesetzesantrag sieht ein Verbot der Schaffung von Chimären vor.



Der Kardinal lobte die Mitglieder des Kongresses für diesen engagierten Schritt. „Ihr Antrag bietet die Gelegenheit, einem monströsen, schockierenden technologischen Missbrauch Einhalt zu gebieten, der die Würde des Menschen zu untergraben droht“, bekräftigte er. „Vielen mag dieses Thema zwar wie Science Fiction vorkommen, aber bedauerlicherweise handelt es sich um eine nur allzu reale Bedrohung.“

Großbritannien, so der Kardinal, „ist drauf und dran, die Produktion geklonter menschlicher Embryonen zu autorisieren, bei der menschliche Erbmasse (DNA) und Eizellen von Tieren verwendet werden, und bereitet damit alles vor, was für die Schaffung von Embryonen nötig ist, die halb Mensch, halb Tier sind. Forscher in New York haben sich gebrüstet, dass sie ‚maus-menschliche embryonale Chimären' in weibliche Mäuse einpflanzen, und kalifornische Wissenschaftler erklären, sie könnten eine Maus produzieren, deren Hirn ganz aus menschlichen Gehirnzellen besteht.“

Die vermeintlichen verheißungsvollen Möglichkeiten embryonaler Stammzellen seien bereits zu Versuchen genutzt worden, „die Tötung menschlicher Embryonen zu rechtfertigen, und es sogar zu rechtfertigen, sie allein für eine Forschung zu erschaffen, in deren Verlauf sie getötet werden“, beklagte Kardinal Rigali. „Jetzt wird dasselbe utilitaristische Argument vorgebracht, um eine besonders erschreckende Form von genetischer Manipulation zu rechtfertigen. Sie besteht darin, Kreaturen, die zum Teil menschliches Erbgut haben, als bloße Forschungsobjekte und zu kommerziellen Zwecken zu schaffen.

Nichts untergräbt die menschliche Würde radikaler, als ein Projekt, das es unmöglich macht, zu bestimmen, was menschlich ist und was nicht“, betonte der Kardinal. „Ich fordere die Mitglieder aller Parteien dringend dazu auf, dieses Gesetzes zu unterstützen und es zu einer schnellen Verabschiedung im Kongress zu bringen, solange noch Zeit dafür da ist, dem Missbrauch der Wissenschaft durch gesunde ethische Prinzipien und Richtlinien auch nur irgendwelche Schranken zu setzen.“

Mitte April hat das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) im Hinblick auf die Klon-Experimente an der britischen Universität Newcastle (ZENIT berichtete) die Wissenschaftler zur Selbstbeschränkung aufgefordert. „Die Hybrid-Forschung ist abzulehnen, weil sie eine gefährliche Manipulation mit menschlichem Material bedeutet“ (vgl. IMABE-Erklärung).