USA: Landesweite Kollekte für die Opfer von Hurrikan "Katrina"

Bischöfe rufen zur Unterstützung für die Betroffenen auf

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WAHINGTON DC, 31. August 2005 (ZENIT.org).- Die US-Bischöfe haben angesichts der erschütternden Folgen des Hurrikans "Katrina" eine landesweite Kollekte angekündigt. In allen 195 katholischen Diözesen der USA sollen Unterstützungsgelder für die Opfer des verheerenden Wirbelsturms gesammelt werden.



Als Bischof William Skylstad, Vorsitzender der US-Bischofskonferenz, diesen Beschluss der Bischofskonferenz am Dienstag bekannt gab, teilte er mit, dass man die meisten Bischöfe in den betroffenen Gebieten wegen des Stromausfalls und den unterbrochenen Kommunikationsverbindungen noch nicht erreicht habe. "Die Verwüstung und Zerstörung, die der Hurrikan 'Katrina' angerichtet hat, trifft viele Diözesen, vor allem aber Florida, Louisiana, Mississippi und Alabama", heißt es in der Botschaft des Bischofs, die sich an alle katholischen Bischöfe des Landes richtet.

"Da der Sturm durch Tennesse und Kentucky in Richtung Norden ziehen wird, werden noch mehr Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden. Millionen von Menschen benötigen Unterstützung, und die katholischen Hilfsorganisationen werden zu den ersten gehören, die auf diese Not antworten." Die "Catholic Charities USA", der Dachverband eines der größten landesweiten Hilfsnetzwerke, verfüge über die entsprechende Professionalität, um in Zusammenarbeit mit den verschiedenen katholischen Hilfseinrichtungen in den einzelnen Diözesen die unterschiedlichen Bedürfnisse zu kategorisieren und zu bewerten, um die Hilfsmaßnahmen zunächst auf die neuralgischen Punkte zu konzentrieren und dadurch größtmögliche Effizienz zu erzielen. "Die Medienberichterstattung hat mehr als deutlich gemacht, dass das Ausmaß der Not groß ist und von Dauer sein wird", so Bischof Skylstad.

"Beim aktuellen Stand der Dinge ist es nicht ausgeschlossen, dass in den kommenden Wochen noch mehr Hurrikans auf uns zukommen werden. Deshalb bitte ich Sie darum, in Ihrer Diözese eine Kollekte durchzuführen, um auf diese Weise die Opfer der Hurrikansaison dieses Jahres zu unterstützen."

Gemäß einem Bericht der Nachrichtenagentur "Associated Press" rechnet man entlang der Golfküste mit Hunderten von Todesopfern. Die weitgehend evakuierte Stadt New Orleans steht nach Dammbrüchen zur Gänze unter Wasser; das steigende Hochwasser behindert die Bergung von Toten und die Rettung von Verletzten.