USA: Religionsvertreter sprechen mit Präsident Obama über Reform des Zuwanderungsrechts

Erzbischof von Los Angeles rechnet mit Unterstützung des Papstes

Rom, (ZENIT.org) | 780 klicks

Erzbischof José Gómez von Los Angeles hat sich zu den Details eines Treffens einer Delegation von fünfzehn US-amerikanischen Religionsvertretern mit Staatspräsident Barack Obama geäußert, bei dem die Reform der Zuwanderungsgesetze im Mittelpunkt stand.

Der Delegation gehörten neben Erzbischof Gomez vierzehn weitere Vertreter verschiedener Konfessionen und religiöser Gruppen an. Gesprächsgegenstand war eine Änderung der geltenden Zuwanderungsbestimmungen auf der Grundlage der Kriterien der Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

Die katholische Kirche in den USA widme dieser Problematik seit jeher ein besonderes Augenmerk, berichtet der Fidesdienst.

„Vor zwei Wochen fand ein Treffen aller Diözesen Südkaliforniens statt, wo man sich darauf einigte, dass man nach einer Verabschiedung der neuen Gesetze, all diejenigen unterstützen wird, die sich um deren Anwendung bemühen“, so Erzbischof Gomez in einer Verlautbarung.

Der Erzbischof halte es auch für möglich, dass Jorge Mario Bergoglio als erster amerikanischer Papst in der Geschichte eine Reform der Zuwanderungsgesetze unterstützen könne.

Los Angeles ist die größte Diözese des Landes: rund 70 Prozent der Katholiken sind lateinamerikanischer Herkunft.