USA will mit „Freedom of Choice Act“ Tötung Ungeborener legalisieren

Gebetskette für das Lebensrecht setzt auf das Unmögliche

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ROM, 13. Januar 2009 (ZENIT.org).- Ein Gesetz über die Freiheit der Wahl beim Vorhaben der Unterbrechung der Schwangerschaft, der eine legale Tötung des Kindes im Mutterleib ermöglicht, soll nächste Woche in den USA eingeführt werden (ZENIT berichtete).

Der „Freedom of Choice Act“, kurz „FOCA“, soll in USA in Kraft treten, wenn der amerikanische Kongress der Vorlage Mitte nächster Woche zustimmt. Der für den 21. bzw. 22. Januar vorgelegte Gesetzesentwurf ist ein weiteres dramatisches Kapitel in der Geschichte der Tötung von Ungeborenen.

Wenn das Gesetz angenommen wird, werden in den USA alle Einschränkungen bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs aufgehoben. Politiker, Kirchenvertreter und Lebensschutzinitiativen weisen schon seit Monaten durch Lebensschutzkampagnen auf die tragischen Konsequenzen hin:

1)      Alle Krankenhäuser, einschließlich der katholischen, werden gezwungen sein, die Abtreibung auf Wunsch des Klienten hin durchzuführen. Die Bischöfe müssten als Konsequenz alle katholischen Krankenhäuser schließen – und das sind in den USA rund 30 Prozent aller Krankenhäuser.

2)      Abtreibung während der Geburt wird legal sein und ohne irgendwelche Einschränkungen.

3)      Die Steuerzahler werden die Abtreibung bezahlen.

4)      Ein Informieren der Eltern über die Abtreibung der Tochter wird nicht erforderlich sein.

5)      Die Zahl der Abtreibungen in den USA wird jährlich um wenigstens 100.000 steigen.

6)      Am Schlimmsten wird befunden, dass durch das neue Gesetz die Kontrolle über die Schwangerschaften der Frauen de facto an die staatliche Gewalt übergeben werden wird.

In Zukunft, so befürchtet etwa die Initiative Rosenkranz der Ungeborenen, „könnte eine Korrektur in der Verfassung möglich sein, die die Frauen aufgrund des Gesetzes in bestimmten Situationen das Kind zu töten zwingen würde (Vergewaltigung, Kinder mit Down-Syndrom u.ä.), und es könnte sogar zu einer Situation führen, in der die Regierung die Kontrolle hätte, wie viele Kinder eine Frau haben darf“.

Deshalb wird zum allgemeinen Protest aufgerufen. Außerdem verbinde man sich mit Tausenden von engagierten Lebensschützern in einer Gebetsnovene für den Sieg des naturrechtlich verbürgten Schutzes des Rechts auf Leben.

Seit dem 11. Januar wird diese Gebetsaktion, die mit dem Fasten verbunden ist, propagiert. Die Intention der Gebetshilfe ist es, mit Gottes Hilfe die Ratifizierung des Gesetzesentwurfs durch die führenden Politiker der USA aufzuhalten. „Für die Katholiken bietet sich das Rosenkranzgebet an, insbesondere der Rosenkranz der Ungeborenen“, erklärt Alfred Müller als einer der Träger der Initiative gegenüber ZENIT. „Mit Liebe gebetet, entwickelt er eine unvorstellbar gewaltige Kraft.“

Auch für Nicht-Katholiken sei es eine Ermutigung, „Gebete (Psalmen, Vaterunser usw.) für das gleiche Anliegen darzubringen, und zwar ebenfalls an neu aufeinanderfolgenden Tagen. Die Hoffnung liegt in einer maximalen Anstrengung im globalen Ausmaß. Wir haben sehr wenig Zeit, müssen also schnell handeln“, so der Appell.

„Mit Gott sind alle Dinge möglich, und die Kraft des Gebetes ist unbestreitbar. Wenn Sie gegen die Tötung hilfloser Kinder sind, dann ist jetzt die Zeit, zu handeln!“