„VATICAN magazin - Schönheit und Drama der Weltkirche“ ab Juni 2007 am Kiosk erhältlich

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ROM, 9. Juni 2007 (ZENIT.org).- Im Juni 2006 wurde das Wagnis unternommen, die deutsche Medienlandschaft um eine deutsche und römische Zeitschrift zu bereichern. Im Laufe eins Jahres wurden die inhaltlichen und finanziellen Anstrengungen verstärkt: „VATICAN magazin – Schönheit und Drama der Weltkirche“ entwickelte sich zu einem bereichernden Sprachrohr der katholischen Kirche, das von Rom aus ihr Leben, ihre Schönheit und die Wirklichkeit des Glaubens erzählt. Seit Juni 2007 ist diese Zeitschrift, die bisher nur über ein Abonnement zu beziehen war, auch in den Kiosken Deutschlands erhältlich sein.



Das Magazin ist aktuell, ohne sich dem Diktat des Zeitgeistes zu unterwerfen. Es ist katholisch, aber kein Amtsblatt des Vatikans. „VATICAN magazin“ bietet exklusive Berichte, die anderswo nicht erscheinen; Interviews mit führenden Persönlichkeiten der Kirche, Analysen, theologische, philosophische und sozialwissenschaftliche Essays vermitteln dem Leser Einblick in das Leben der Kirche. Dazu kommen fundierte Berichte über Kunst und Kultur.

Durch die Wahl Benedikts XVI., durch die Weise, wie er sein Lehramt verwirklicht, ist die Tatsache greifbar geworden, dass die Welt (die katholische und die säkulare) nach „Substanz“ und Wahrheit dürstet. Das Interesse ist geweckt, der Wüstenboden kann bewässert werden. Gerade die Ereignisse der vergangenen Monate haben zutage gefördert, dass das Christentum und die Kirche neue Kanäle zur Klärung ihrer Grundanliegen, ein erweitertes und gesichertes Bewusstsein brauchen.

Wir veröffentlichen den Editorial von Guido Horst für die aktuelle Ausgabe von „VATICAN magazin“ (Heft 5).

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Jetzt sind wir öffentlich! Mit dieser Ausgabe geht das VATICAN magazin an die Kioske. In Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz. In Bahnhöfen, Flughäfen und im gut sortierten Zeitschriftenhandel wird dieses Heft zu haben sein. Für unser Magazin ist das ein großer Schritt. Und für den Zeitschriftenverkauf im deutschsprachigen Raum eine Neuheit: Gehen Sie an einen Kiosk und suchen Sie ein religiöses Magazin katholischer Prägung. Sie werden keines finden. Jedes Hobby, Sport und Fitness, Angeln oder Surfen, auch Esoterik, Psychologie und Astrologie haben heute ihre eigenen, meist monatlich erscheinenden Blätter. Religion und Glaube gehören nicht dazu. Hier hat bisher noch niemand den Sprung an die Kioske gewagt. Doch die Dinge ändern sich. Auch im deutschsprachigen Raum.

Die viel zitierte Rückkehr des Religiösen, das neu erwachte Interesse an der Kirche und ihrem Leben ist ein eigenartiges Phänomen. Es handelt sich nicht um eine Renaissance des Glaubens. Weder werden die Gotteshäuser voller, noch „erwacht die Kirche in den Seelen“, wie einst Romano Guardini zu hoffen wagte. Es ist nicht die Zeit der Massentaufen oder machtvollen Demonstrationen christlicher Gläubigkeit, sondern die Zeit des Verkaufs oder Abrisses von Gotteshäusern und der Zusammenlegung von Pfarrgemeinden. Aber das Klima hat sich gewandelt. In den vorabendlichen Ferienserien dürfen Pfarrer Hauptrollen spielen, die ewige Kirchenkritik ist aus dem Blätterwald verschwunden und selbst das Interesse an Papst und Vatikan hat zugenommen – wie dort allein schon die deutlich nach oben geschnellten Besucherzahlen aus Deutschland zeigen. Viel Folklore schwingt mit, wenn die Besuchergruppen aus Bayern bei der Generalaudienz weiß-blaue Wimpelchen schwingen und Trachtenformationen Marschmusik intonieren. Aber Hoffnungszeichen sind das doch. Eine kirchliche Morgendämmerung im post-christlichen Deutschland?

Vor jeder Euphorie heißt es, nüchtern Bilanz zu ziehen. Die Bild-Zeitung mag melden, wie Papst Benedikt seinen Tag verbringt. Oder dass sein Sekretär immer noch Tennis spielt. Aber das Land an sich hat noch nicht angefangen, die katholische Lehre wieder an sich heran zu lassen. Das ist fast genetisch bedingt. Protestantismus und Reformation, der philosophische Idealismus, die liberale Bibelexegese und nicht zuletzt die diesseitigen Heilslehren des zwanzigsten Jahrhunderts wurden in deutsch denkenden Köpfen erdacht. Da ist es schwer, wieder auf katholische Wellenlänge umzuschalten.

Wenn Papst Benedikt wie auch sein Vorgänger sagen: „Öffnet, ja reißt die Türen auf für Jesus Christus“, dann versteht das der normale Zeitgenosse nördlich der Alpen nicht. Denn Jesus Christus wie der christliche Glaube insgesamt ist für ihn zunächst eine Idee. Als fast ganz Deutschland vor dem Fernsehen saß, um der Amtseinführung Benedikts XVI. zuzuschauen, sah man auch, wie der neue Papst in die Krypta des Petersdoms hinab stieg, um den Fischerring heraufzuholen, den der Nachfolger Petri trägt. Für den Deutschen ist das katholisches Brauchtum und fromme Tradition. Der Gedanke jedoch, dass die Basilika über dem Grab eines Mannes errichtet wurde, den es wirklich gegeben hat und der mit eigenen Augen Gottes Sohn, das Fleisch gewordene Wort, gesehen hat, ist für ihn kaum vorstellbar.

Jesus Christus ist für ihn im besten Fall ein Vorbild, ein Modell. Ob er nun gelebt hat oder nicht. In dieser Zeit des ungläubigen Interesses oder der interessierten Ungläubigkeit taucht nun das VATICAN magazin an deutschsprachigen Kiosken auf. Unseres Erachtens ein notweniger Schritt. Man muss vom Leben der Kirche, von ihren Anfeindungen und ihrem inneren Ringen erzählen, aber auch die Schönheit des Glaubens in Wort und Bild sichtbar machen, um wieder Verständnis dafür zu wecken, dass seit zweitausend Jahren auch durchaus intelligente, gebildete und ganz und gar nicht weltfremde Männer und Frauen alles stehen und liegen lassen, um Jesus Christus zu folgen. Wenn es gelingt, das Faszinierende des Christentums wieder ein wenig aufscheinen zu lassen, ist unser Gang an die Kioske jede Mühe wert.