Vatikan bekräftigt Unvereinbarkeit von Glaube und Freimaurerei

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ROM, 5. März 2007 (ZENIT.org).- Dürfen Priester Mitglieder von Freimaurerlogen sein? Bischof Gianfranco Girotti OFM Conv., Regent der Apostolischen Pönitentiarie, kam am Donnerstag im Rahmen einer Tagung zum Thema „Freimaurerei“ in Rom auf das öffentliche Bekenntnis der Mitgliedschaft von Geistlichen in Freimaurerlogen zu sprechen und bekräftigte dabei: „Die Haltung der Kirche zu diesem Thema ist unverändert.“



In ihren Selbstdarstellungen betonen Freimaurer wie etwa die „Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland“ stets, dass sie der Völker verbindenden Idee der Freimaurerei verpflichtet seien: „Die geistige und humanitäre Wirkung und Ausstrahlung der Freimaurerei, unabhängig von Ländern, Grenzen und Sprachen, ist geprägt durch die christlich-humanitäre Aufgabe.“ Bischof Girotti unterstrich nun seinerseits, dass Freimaurerei niemals mit dem katholischen Glauben vereinbar gewesen sei.

Die letzte Erklärung zu dieser Thematik ist das Urteil der Kirche über die Freimaurerei aus dem Jahr 1983.

Damals wurde die Frage aufgeworfen, ob sich das Urteil der Kirche über die Freimaurerei nicht aufgrund der Tatsache, dass diese Vereinigung in der aktuellen Fassung des Codex Iuris Canonici nicht mehr ausdrücklich erwähnt wird, geändert habe.

Der jetzige Papst Benedikt, der damals noch Kardinal Ratzinger war und als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre vorstand, erklärte in dem angeführten Dokument: „Das negative Urteil der Kirche über die freimaurerischen Vereinigungen bleibt also unverändert, weil ihre Prinzipien immer als unvereinbar mit der Lehre der Kirche betrachtet wurden und deshalb der Beitritt zu ihnen verboten bleibt.“

Die Gläubigen, die freimaurerischen Vereinigungen angehören, befinden sich demnach „im Stand der schweren Sünde und können nicht die heilige Kommunion empfangen“. Priestern, die sich öffentlich der Freimaurerei verschreiben, drohe ein Disziplinarverfahren.