Vatikan: Nuklearwaffen greifen das Leben auf dem Planenten an

Heiliger Stuhl fordert UN-Sicherheitsrat:auf, Zeitpunkt für nukleare Abrüstung zu nützen

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NEW YORK, 1. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Überholte Militärdoktrinen, die das atomare Wettrüsten zur Zeit des Kalten Kriegs förderten, sind laut Erzbischof Dominique Mamberti nach immer wirksam. Der vatikanische Sekretär für die Beziehung mit den Staaten und damit „Außenminister des Vatikans" forderte am 24. September beim UN-Sicherheitsrat „den Zeitpunkt zu nützen“, um eine Welt frei von Atomwaffen zu erreichen.

„Nuklearwaffen greifen das Leben auf dem Planenten an, sie greifen den Planeten selbst an, und damit greifen sie auch den Prozess einer fortgesetzten Entwicklung auf dem Planeten an“, erklärte der Erzbischof in seiner auf Englisch gehaltenen Rede.

Atomwaffen seien von ihrer Natur her schädlich und ihr Einsatz völlig abwegig. „Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass nukleare Abschreckung zur Zeit des Kalten Kriegs gehört und heute nicht mehr rechtfertigbar ist, macht sich der Heilige Stuhl für eine Neuausrichtung jener Militärdoktrinen stark", so,Erzbischof Dominique Mamberti, „die fortgesetzt auf Nuklearwaffen als Mittel für Sicherheit und Verteidigung oder sogar als Maßstab für Macht vertrauen, und die eindeutig gezeigt haben, dass sie zu den Haupthindernissen für eine echte nukleare Abrüstung gehören und folglich die Integrität des Atomwaffensperrvertrags gefährden.“

Die Welt von heute verlange mutige politische Leitung, um das Vorhandensein von Nuklearwaffen auf Null zu reduzieren. „Um das zu erreichen, brauchen Staaten Vertrauen und Sicherheit. Zonen, die frei von Nuklearwaffen sind, sind das beste Beispiel für Vertrauen, Zuversicht und die Bekräftigung, dass Friede und Sicherheit ohne den Besitz von Nuklearwaffen möglich sind.“ Abrüstung und Entwicklung stünden in einer Wechselbeziehung und seien komplementär.