Vatikan: Priester brauchen die Herzmuskel eines Rambo

Erzbischof Piacenza präsentiert Angebote des Vatikans zum Priesterjahr

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Von Carmen Villa

ROM, 1. Dezember 2009 (ZENIT.org).- Der geistliche Herzmuskel eines Priesters müsse vergleichsweise die geballte Kraft eines „Rambo“ aufbieten können. Seine Masse sollte er „aus dem Gebet nähren, einem Leben der Innerlichkeit und echten Zielvorgaben für sein Tun“, erklärte Erzbischof Mauro Piacenza auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Angebote des Vatikans zum Jahr des Priesters.

Das Priesterjahr wird am Freitag, den 11. Juni, dem Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, mit einer liturgischen Feier im Petersdom unter der Leitung von Benedikt XVI. abgeschlossen werden.

Viele Priester hätten in der ersten Hälfte des Priesterjahres die Chance genutzt und ihre Berufung erneuert, so der Sekretär der Kleruskongregation. Natürlich bedeute „Erneuerung" nicht immer unbedingt eine „Revolution", sondern die Wiederentdeckung der Wurzel der eigenen Berufung zum Priestertum.

Eine Kultur der Dankbarkeit sollte im Priesterjahr gepflegt werden, da es hier um „einen Dienst geht, der so oft im Verborgenen getan" werde. Das „Erste, was wir tun müssen, ist folglich, dafür zu beten." Ein Kongress mit dem Titel „Treue zu Christus, Treue des Priester" wird vom 11. bis 12. 2010 März an der Päpstlichen Lateran-Universität durchgeführt.

Mit der Organisation des Weltpriestertreffens im Juni 2010 und weiterer Veranstaltungen wurde von der Kleruskongregation das Römische Pilgerwerk beauftragt. Das Römische Pilgerwerk ist das Pilgerbüro des römischen Vikariats, dessen Ziel es ist, die Evangelisierung durch Pilgerreisen und Wallfahrten zu fördern. Priester, die teilnehmen wollen, werden gebeten, sich beim Pilgerwerk zu melden.


„Priester müssen beizeiten gegen den Strom schwimmen", so Erzbischof Piacenza, „das erfordert im Sinne des Evangeliums eine kämpferische Auseinandersetzung, aber im Geist der Heiligkeit."

Wer die Persönlichkeit des heiligen Pfarrers von Ars auszudeuten versuche, der entdecke primär „nichts Außerordentliches“ , dieser „konzentriere sich ganz auf seine Berufung: die pastoralen Werke, die Eucharistie und die Beichte." Dabei glänzte der hl. Johannes Maria Vianney „nicht mit sehr besonderen Gaben der Intelligenz", aber er „war ein außergewöhnlicher Pfarrer". Heilige „erhalten oft kein Diplom in Seelsorge", da die Arbeit des Priesters „von der Pike auf durch die Liebe Gottes" gelernt würde.

(AR)