Vatikan und Arabische Liga intensivieren Zusammenarbeit

Frieden und Gerechtigkeit weltweit fördern

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ROM, 25. April 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. empfing gestern, am Freitag, dem 24. April, den Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Moussa.



Wie das Pressebüro des Heiligen Stuhls berichtete, hatte Moussa zuvor gemeinsam mit Erzbischof Dominique Mamberti, dem Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet. In dieser Absichtserklärung bekunden das Staatssekretariat und die Arabische Liga, dass sie in Zukunft stärker zusammenarbeiten werden. Vor allem wolle man sich gemeinsam für die „Förderung von Frieden und Gerechtigkeit in der Welt“ einsetzen.

Bei den beiden herzlichen Begegnungen im Vatikan wurde die Bedeutung des Memorandums hervorgehoben. Vor allem der interkulturelle und interreligiöse Dialog spiele diesbezüglich eine entscheidende Rolle.

Erörtert wurde zudem die internationale politische Lage, allen voran die Situation im Nahen Osten. Beide Seiten unterstrichen die Notwendigkeit, eine gerechte Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt und alle anderen Konflikte zu finden, die der Region zusetzen.

Bereits am Donnerstag hieß es aus dem Vatikan, das Abkommen „festigt die Bande der Zusammenarbeit, die zwischen dem Heiligen Stuhl und der Liga der arabischen Staaten besteht, insbesondere auf politischer und kultureller Ebene“.

Die Arabische Liga ist eine internationale Organisation, die am 22. März 1945 in Kairo (Ägypten) gegründet wurde, wo sie auch ihren Sitz hat. Sie besteht aus 22 Mitgliedern: 21 Nationalstaaten in Afrika und Asien sowie die Palästinensische Autonomiebehörde. Das Bündnis dient der wirtschaftlichen, finanziellen, kulturellen und sozialen Zusammenarbeit. Papst Johannes Paul II. sandte erstmals im Jahr 2000 eine apostolische Delegation zur Liga.