Vatikanische Familienfürsorgeeinrichtung empfängt Papst Franziskus

Möge der Herr euch segnen!

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 336 klicks

Am Samstag besuchte Papst Franziskus die 1922 von Pius XI. gegründete Familienfürsorgeeinrichtung „Dispensario di Santa Marta“ für bedürftige Eltern und ihre Kinder. Der Pontifex besuchte die Einrichtung am Mittag und empfing anschließend Familien und Helfer zu einer Audienz im Vatikan. Den letzten Papstbesuch hatte die Einrichtung 2005 von Benedikt XVI. erhalten. Im vergangenen Jahr kamen 3500 Kinder in die Einrichtung; derzeit werden 270 Familien aus aller Welt dort betreut. Die Einrichtung wird insbesondere von den Ordensfrauen der „Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz von Paul“ gestützt.

Eltern, Kinder, Ärzte, Schwestern und freiwillige Helfer hießen den Papst in der Kinderambulanz, die im Vatikan in der Nähe des Gästehauses „Santa Marta“, dem Wohnort von Papst Franziskus, liegt, herzlich willkommen. Die Leiterin der Fürsorgestelle, Schwester Antonietta Collacchi, begrüßte Papst Franziskus mit den Worten: „Wir empfangen Sie mit Freude und Einfachheit.“ Die vatikanische Familienfürsorgeeinrichtung stehe für 90 Jahre tätige Solidarität im Dienste der Menschen, die oft unsichtbar für die Welt seien. Sie sagte: „Unsere Station bietet medizinische und psychologische Versorgung an und stellt mit der Verteilung von Milch, Windeln, Kinderwagen, Nahrungsmitteln, Kleidung und Spielzeug eine Grundversorgung der Familien sicher. Die Kinder werden regelmäßig untersucht, und auch für die Mütter gibt es fachärztliche Betreuung.“

In der Einrichtung sind neben 25 freiwilligen Helfern 22 Ärzte ehrenamtlich tätig, darunter Zahnärzte, Gynäkologen und Kinderärzte. Eine Lateinamerikanerin aus Peru, die ihr Kind kurz nach der Geburt in die Fürsorgestelle bringen musste, richtete persönliche Worte an Papst Franziskus und sagte: „Wir sind glücklich, dass du heute Morgen hier bei uns bist. Deine Präsenz, Heiliger Vater, schenkt uns immer Momente der Zärtlichkeit und der Freude. Was können wir über dein Lächeln sagen? Es trifft jeden ins Herz, es schenkt uns so viel Frieden. Wir wissen, wie viel Liebe du für die Kinder hast, besonders die Bedürftigsten. In der Familienfürsorgestelle fühlen wir uns besonders privilegiert, denn wir fühlen uns in deinem Herzen und Geiste. Wir sind glücklich, dass du uns jeden Tag dabei hilfst, Jesus zu begegnen. Lieber Papst Franziskus, unsere Kinder erhalten heute das schönste Weihnachtsgeschenk, das sie sich vorstellen können: dein Lächeln, deine zärtliche Umarmung. Ich komme aus Peru und danke dir in unserer gemeinsamen Sprache: Muchas gracias!“

Obschon der Besuch nur kurz andauerte, widmete sich der Pontifex den Eltern und Kinder später in der Audienzhalle in einer lockeren und persönlichen Atmosphäre intensiver. Er sagte: „Ich danke euch für diesen Besuch, ich danke für die Liebe, die ihr habt, und die Freude dieser Kinder, die Geschenke und die Torte! Die ist ja wunderschön! Nachher erzähle ich euch, ob sie gut geschmeckt hat, in Ordnung? Vielen Dank! Möge der Herr euch segnen!“