Vatikansprecher Lombardi zu Gebetstreffen von Peres und Abbas

Keine Friedensverhandlung im eigentlichen Sinn

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 340 klicks

Zum Abschluss der Reise des Papstes ins Heilige Land betonte Vatikansprecher Federico Lombardi gegenüber Radio Vatikan, das geplante Gebetstreffen zwischen dem israelischen und dem palästinensischen Präsidenten im Vatikan sei keine Friedensverhandlung im eigentlichen Sinne. Papst Franziskus hatte auf seiner Reise Shimon Peres und Mahmud Abbas in den Vatikan eingeladen, um dort gemeinsam für den Frieden in der Region zu beten. Der Papst biete damit das an, was zu seiner Aufgabe gehöre, nämlich das gemeinsame Beten mit anderen Menschen, so Lombardi gegenüber dem Sender. Er sagte:

„Der Papst ist ein Mann des Glaubens und ein moralischer Religionsführer. Es geht ihm darum, für den Frieden das anzubieten, was ihm sehr gelegen ist. Deshalb wird das Treffen nicht eine diplomatische Friedensverhandlung sein, auch wenn das natürlich sehr wichtig wäre, aber das gehört nicht zu seinem Kompetenzbereich. Vilemehr geht es dem Papst darum, gemeinsam mit den Gesprächspartnern vor Gott zu treten und Gott um Beistand zu bitten.“

Lombardi sagte, zwar gebe es bisher noch kein genaues Datum, jedoch werde das Gebet für den Frieden zwischen den beiden Staatsoberhäuptern bald stattfinden. Abschließend äußerte sich der Vatikansprecher zu dem Gesundheitszustand des Papstes nach dieser anstrengenden Reise, die dem Pontifex körperlich viel abverlangt habe.

„Einem Menschen, der sein Leben voll und ganz dem Glauben widmet und viele Menschen trifft sowie die Freude dieser Begegnungen spürt, fällt es leichter, die schwere Last einer solchen Reise zu tragen. Der Papst hat in diesen drei intensiven Tagen unglaublich viel geleistet und dies auch körperlich. Wir haben ihn mehrmals kniend gesehen. Aber er hat eine Energie, die ohne Ende scheint. Seine Energiequellen sind sicherlich der Glaube und die Güte Gottes, die ihm in seinem Pontifikat helfen.“