Venezuela: "Wir dürfen nicht in die Finsternis der Informationslosigkeit geraten"

Erzbischof von Caracas bedauert Schließung von Zeitungen

Rom, (Fides) | 198 klicks

Der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino, fordert von der Regierung Maßnahmen zur Förderung der Presse, nachdem es zu einem Mangel des für den Druck von Tageszeitungen notwendigen Papiers gekommen ist. In diesem Zusammenhang erinnert er daran, dass die Verfassung das Recht auf Information garantiert. Medien seien „äußert wichtig“ für eine freie und demokratische Gesellschaft. 

In diesem Sinne äußerte sich der Kardinal am Mittwoch, dem 22. Januar, am Rande der Eröffnung der Arbeiten der bischöflichen Kommission für die Veranstaltung der Feiern zum 150. Geburtstag von Dr. José Gregorio Hernández am 26. Oktober 2014.

In einem Pressegespräch äußerte er sich der Erzbischof von Caracas besorgt über die Krise der Druckpresse im Land, nachdem die Regierung den Import von Papier eingeschränkt hat. „In unserem Land muss es Kanäle der Kommunikation geben, die über aktuelle Ereignisse berichten, und die Venezolaner haben das Recht auf Information über das Geschehen im In- und Ausland“, so Kardinal Urosa Savino wörtlich. Dabei begrüßte er die Gespräche zwischen Regierung und Pressevertretern. Nur der ehrliche Dialog werde zu einer Lösung der Probleme führen, so der Kirchenvertreter.

„Die Schließung einer Zeitung ist etwas Schreckliches! Wir dürfen nicht in die Finsternis der Informationslosigkeit geraten, und das Problem muss so rasch wie möglich gelöst werden“, so Kardinal Jorge Urosa Savino abschließend. 

Besonders betroffen und von einer vorübergehenden Schließung bedroht sind die Tageszeitungen „El Nacional“ und „El Nuevo País“ mit Sitz in Caracas sowie „El Correo del Caroni“ und „El Impulso“, die in Barquisimeto erscheinen aber auch die landesweit erscheinende Zeitung „Ultimas Noticias“ und die in Caracas herausgegebene Boulevard-Zeitschrift „Vea“. (CE)

(Quelle: Fides 24/01/2013)