Veranstaltung eines Millionen-Frauen-Marschs in Nigeria

Protestreaktionen auf massenhafte Entführungen von Schulmädchen

Rom, (ZENIT.org) | 327 klicks

Infolge der jüngsten Verschleppung von mehr als 200 Schülerinnen durch die radikalislamische Terrorgruppe Boko Haram wurde in der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein „Millionen-Frauen-Marsch” organisiert. Die Entführung ereignete sich vor zwei Wochen an einer Schule der im Nordosten des Landes gelegenen Stadt Chibok.

Laut den Eltern der vermissten Mädchen werden diese als Bräute verkauft, so Halite Aliyou vom Borno-Yobo Bürgerforum in einem Interview mit „The Associated Press“.

Aliyou führte aus: „Jüngsten Berichten zufolge wurden sie über die Grenzen transportiert und zum Teil in die Nachbarländer Kamerun und Tschad gebracht.

Die Schülerinnen sind zwischen 16 und 18 Jahre alt und wurden während der Prüfungszeit aus ihrer Schule verschleppt.

Einige Stunden vor dem Vorfall war die Hauptstadt Abuja von einer schweren Explosion erschüttert worden, bei der 75 Menschen getötet und 141 verletzt worden waren.

Etwa 50 Mädchen gelang in den ersten Tagen nach der Entführung die Flucht aus ihrer Gefangenschaft.

Rund 200 Mädchen werden jedoch weiterhin vermisst.