"Verbrechen gegen den Frieden" im Irak, bekräftigt ein Sprecher des Heiligen Stuhls

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VATIKAN, 17. März 2003 (ZENIT.org).- Der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden des Heiligen Stuhls bekräftigte am Montag noch einmal, dass eine militärische Intervention im Irak ein "Verbrechen gegen den Frieden" darstelle.



Erzbischof Renato R. Martino erinnerte gegenüber Radio Vatikan angesichts des bevorstehenden Angriffs an die Worte Jesu: "Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet?" (Mt 7,9). Er fügte hinzu: "Einem Volk, das seit 12 Jahren um Brot bittet, will man jetzt dreitausend Bomben schicken!"

"Es handelt sich um ein Verbrechen gegen den Frieden, das vor Gott nach Sühne schreit. Beten wir, dass das Herz des Pharaos nicht im Trotz verharrt und so die Menschheit nicht von den biblischen Plagen eines fürchterlichen Krieges heimgesucht werde", äußerte er.

"Was wird die Kirche tun, was der Papst?" wurde er anschließend in der Radiosendung gefragt.

"Sie wird weiterhin auf der Notwendigkeit und der Dringlichkeit von Frieden bestehen", gab der Erzbischof zurück, der 16 Jahre lang ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen war. "Wie immer wird sie der gute Samariter sein, der sich zu dem verletzten und geschwächten Volk niederbeugt und seine Wunden verbindet".